Die Rosenheim-Cops (Folge 193)
: Eine Jesus-Statue wird zur Mordwaffe

Ein Bildhauer wird von der Hand einer überdimensionalen Jesusstatue erschlagen und gleich mehrere Verdächtige hätten ein Motiv für den ungewöhnlichen Mord.
Von
Katrin Jokic
Rosenheim
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Zusammen mit Pathologin Dr. Eckstein (Petra Einhoff, 2.v.r.) nehmen die Cops Hartl (Michael A. Grimm, 2.v.l.) und Lind (Tom Mikulla, r.) Karl Schretzmayr (Jürgen Tonkel, l.) unter die Lupe.

Zusammen mit Pathologin Dr. Eckstein (Petra Einhoff, 2.v.r.) nehmen die Cops Hartl (Michael A. Grimm, 2.v.l.) und Lind (Tom Mikulla, r.) Karl Schretzmayr (Jürgen Tonkel, l.) unter die Lupe.

ZDF und Christian A. Rieger

Kommissar Sven Hansen ist für die kommenden Wochen auf Segeltörn, während Korbinian Hofer für vierzehn Tage eine Fortbildung besucht. Deshalb übernimmt Ex-Rosenheim-Cop Christian Lind gemeinsam mit Tobias Hartl die Ermittlungen. Ihr erster Fall hat es gleich in sich: Bildhauer Ferdinand Kollmann liegt tot in seinem Atelier. Erschlagen wurde er ausgerechnet von der Hand einer überdimensionalen Jesusstatue, die er für die Gemeinde Ganting anfertigen sollte.

Noch am Tatort begegnet Hartl Roswitha Schober. Die streng gläubige Frau war alles andere als begeistert von Kollmanns Statue, die künftig über dem Hausberg thronen sollte. Für die Ermittler stellt sich deshalb die Frage, ob Schober ihren Widerstand gegen das Kunstwerk schließlich mit Gewalt zum Ausdruck gebracht hat.

Doch sie ist nicht die einzige Verdächtige. Auch der Bildhauer Benedikt Grasser gerät ins Visier der Polizei. Die Idee für die Jesusfigur stammte ursprünglich von ihm, den Auftrag hatte bei der Ausschreibung jedoch Kollmann erhalten. Kurz darauf wurde auf dessen Atelier ein Brandanschlag verübt. Grasser konnte damals nichts nachgewiesen werden – für Hartl und Lind ist der frühere Konflikt dennoch Grund genug, genauer hinzusehen.

Bauunternehmer Volker Feisler hält Grasser ebenfalls für den besseren Künstler. Durch Kollmanns Tod wäre nun der Weg frei, den Auftrag doch noch an seinen Favoriten zu vergeben. Ob sich hinter dieser Konstellation allerdings auch ein Mordmotiv verbirgt, müssen die Ermittler erst herausfinden.

Ein weiterer Hinweis kommt von Antonio Moser, der als Vorlage für die Jesusfigur diente. Seine Aussage führt die Kommissare zu Anna Schretzmayr. Sie hatte versucht, pikante Aktzeichnungen am Tatort verschwinden zu lassen. Schließlich räumt sie ein, mit Kollmann einen One-Night-Stand gehabt zu haben. Damit stehen erneut mehrere Möglichkeiten im Raum: Wollte sie den Bildhauer loswerden, weil er mehr als nur eine kurze Affäre erwartete? Oder hat ihr Ehemann, Bürgermeister Karl Schretzmayr, aus Eifersucht die Kontrolle verloren?

Für Christian Lind und Tobias Hartl entwickelt sich der Fall damit zu einem komplizierten Geflecht aus verletztem Stolz, Eifersucht, Konkurrenz und religiösem Ärger. Und auch abseits der Ermittlungen läuft es für die beiden nicht ganz reibungslos: In Sachen Frauen fühlen sich Hartl und Lind einmal mehr gründlich missverstanden.

„Die Rosenheim-Cops“ mit der Folge „Die strafende Hand Gottes“ läuft am Mittwoch, 2. September 2026, um 16:10 Uhr im ZDF. Die deutsche TV-Premiere der Episode war am 14. Dezember 2010.