Die Höhle der Löwen
: Noac macht Operationen leichter

In Staffel 15 von „Die Höhle der Löwen“ präsentieren zwei Gründerinnen Noac. Alle Infos zum Roboter für Ärzte und Ärztinnen gibt es hier.
Von
Melanie Baron
Berlin
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Prof. Dr. Bernhard Krämer, Claudia Sodah (M.) und Sabrina Hellstern pitchen am 13.05.2024 ihr Produkt noac.

Prof. Dr. Bernhard Krämer, Claudia Sodah (M.) und Sabrina Hellstern pitchen am 13.05.2024 ihr Produkt Noac.

RTL / Bernd-Michael Maurer

Aktuell wagen sich wieder kreative Gründer und Gründerinnen in „Die Höhle der Löwen“ und präsentieren ihre innovativen Ideen. Am Montag, 13. Mai 2024, läuft Folge 6 der 15. Staffel auf Vox.

Darin wollen auch die Gründerinnen Claudia Sodah und Sabrina Hellstern mit ihrem Start-up überzeugen. Unterstützt werden sie von Prof. Dr. Bernhard Krämer. Ihre innovative Idee ist Noac, ein ExoRoboter, der die Haltung von Ärzten und Ärztinnen während einer Operation unterstützt.

Wie funktioniert der Roboter? Wie teuer ist das Produkt? Alle Infos zu Noac aus Folge 6 von „Die Höhle der Löwen“ findet ihr hier im Überblick.

Das ist Noac

Die Gründerinnen und Entwicklerinnen von Noac sind Sabrina Hellsterin und Claudia Sodha. Bei der Entwicklung wurden die beiden von Prof. Dr. Martin Schuhmann (Oberarzt und Neurochirurgen) und PD Dr. Felix Neunhöffer (Oberarzt, Kardiologe und Kinderintensivmediziner) unterstützt. Das Team weiß, wie anstrengend es sein kann, stundenlang im Operationssaal zu stehen.

Prof. Dr. Bernhard Krämer erklärt: „Wir Operateure stehen stundenlang über den Patienten gebeugt am Operationstisch. Das führt zu Schmerzen und Ermüdung. Deshalb ist es kein Wunder, dass fast 75 Prozent der Kolleginnen und Kollegen unter Muskel- und Skeletterkrankungen leiden. Bis zu 40 Prozent nehmen deswegen regelmäßig Schmerzmittel ein.“ Deshalb haben die Gründerinnen Noac entwickelt, einen sensorgesteuerten ExoRoboter, der das Stehen erleichtert.

Inspiriert wurden sie vom Exoskelett einiger Tiere. Für Menschen gibt es diese Außenskelette bereits. Sie werden meist fürs Training von Patienten eingesetzt, die an Multipler Sklerose oder Lähmungen leiden.

Wie funktioniert der Roboter?

Der ExoRoboter soll die Ärzte und Ärztinnen wie ein zusätzliches Skelett bei der Haltung und den Bewegungen während einer Operation unterstützen. So können sie im Stehen sitzen. Damit wirkt Noac der Ermüdung des Oberkörpers und der Füße entgegen. Die chirurgische Präzision wird gesteigert, da sich der Operierende nicht mehr von seinen Schmerzen ablenken lässt. Nicht nur die Beine, sondern auch die Arme und der Oberkörper werden bis zu 100 Prozent entlastet. Da das Exoskelett mit den Füßen bedient wird, müssen die sterilen Instrumente nicht weggelegt werden. „Wie Studien zeigen, können so Behandlungsfehler um bis zu 67 Prozent reduziert werden!“, erklärt Sabrina Hellstern.

Der Roboter kann auf die eigenen Körpermaße eingestellt werden. Er hat eine Breite von nur 50 Zentimetern. Über einen Joystick kann man sich millimetergenau am OP-Tisch bewegen – sogar um die eigene Achse.

Die Investorinnen Janna Ensthaler (2.v.l.) und Dagmar Wöhrl (M.) testen den Exoroboter.

Die Investorinnen Janna Ensthaler (2.v.l.) und Dagmar Wöhrl (M.) testen den Roboter.

RTL / Bernd-Michael Maurer

Die wichtigsten Fakten zu Noac

Auf der Webseite von Noac können sich Interessierte die eigenen Fragen beantworten lassen. Weitere Infos zu dem Produkt bekommt ihr hier im Überblick:

  • Gründerinnen: Sabrina Hellstern und Claudia Sodha
  • Sitz: Wannweil
  • Preis: unbekannt
  • Website: hellstern-med-com
  • Instagram: nicht vorhanden
  • Auf welchen Deal hoffen die Gründerinnen?

  • Die Gründerinnen wollen den Exoskelett-Roboter auf dem Markt etablieren und mehr Krankenhäuser mit ihrer Innovation ausstatten. „Wir machen den OP-Saal fit für die Zukunft. Dafür benötigen wir eine Million Euro und im Gegenzug bieten wir fünf Prozent an dieser weltweit einzigartigen Erfindung“, erklärt Claudia Sodha. Ob ein Löwe zuschlägt?