DFB-Pokal Finale 2024: Leverkusen sichert sich Double nach engem Endspiel gegen den FCK

Bayer Leverkusen hat das Endspiel im DFB-Pokal mit 1:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern gewonnen.
Uwe Anspach/dpaDer deutsche Meister Bayer 04 Leverkusen hat neben der Meisterschaft nun auch den DFB-Pokal gewonnen und die erfolgreichste Saison in der Vereinsgeschichte mit dem Double gekrönt. Ein knappes 1:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern reicht für den zweiten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. „Ich bin stolz und ich bin glücklich für die Spieler“, sagte Trainer Xabi Alonso. „Es ist total verdient“, betonte der Spanier und kündigte an: „Heute Abend trinke ich deutsches Bier.“
DFB-Pokal Finale 2024: Leverkusen gewinnt gegen FCK
Drei Tage nach dem 0:3 im Finale der Europa League gegen Atalanta Bergamo und der somit einzigen Niederlage der Werkself in dieser Spielzeit machte es Zweitligist 1. FC Kaiserslautern dem Bayer-Team aber nicht leicht. Odilon Kossounou sah zudem in der 44. Minute die Gelb-Rote Karte. „Wir wollten es unbedingt gewinnen“, sagte Bayers Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes: „Fantastisch, fantastisch.“
Um 22.21 Uhr reckte Kapitän und Torwart Lukas Hradecky im Konfettiregen den goldenen Pokal in den Berliner Nachthimmel. Granit Xhaka hatte mit einem Traumtor in der 16. Minute für die Entscheidung gegen die tapferen Pfälzer von Trainer-Legende Friedhelm Funkel vor 74.322 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion gesorgt. „Dieser Moment, den Pokal hochzuhalten, ist einfach sehr schön“, sagte Leverkusens Nationalspieler Robert Andrich: „Ein sehr, sehr geiles Gefühl.“
Leverkusen - Kaiserslautern: So lief das Spiel
Angesichts der erwarteten Überlegenheit der Leverkusener hatte Funkel dieser Tage gar scherzhaft angekündigt, den Mannschaftsbus vor dem eigenen Tor zu parken. So weit kam es dann nicht. Den ersten gefährlichen Torschuss gab aber der FCK durch Daniel Hanslik ab, bevor die Bayer–Elf in dem Hexenkessel ihr gewohntes Passspiel aufzog.
Nach einer knappen Viertelstunde war Florian Wirtz auf der Gegenseite erstmals durch, schoss aber Julian Krahl an. Lauterns Schlussmann flog dann kurz darauf vergebens dem Ball hinterher: Xhaka war vorangegangen und zog aus etwa 25 Metern fulminant ab — das 1:0. Immer mehr schnürten die Leverkusener nun den Zweitligisten ein, der viel hinterherrannte. Krahl hechtete an einer Hereingabe von Alejandro Grimaldo vorbei, Schick verpasste jedoch.
Nach einem rüden Foul von Kossounou an Tomiak herrschte helle Aufregung - Schiedsrichter Bastian Dankert zeigte dem bereits verwarnten Abwehrspieler die Ampelkarte. Leverkusen spielte daraufhin deutlich defensiver in der zweiten Halbzeit. Der eingewechselte Ache schoss nach einer knappen Stunde erst knapp an Hradeckys Tor vorbei und zwang kurz danach den Keeper zu einer Glanzparade. Lautern ließ nicht locker und wagte sich immer häufiger nach vorn, während die Alonso–Elf das Spiel einfach nicht beruhigen konnte. Am Ende aber schaffte Leverkusen als sechster Verein das Double.
1. FC Kaiserslautern: Zweitligist verpasst Sensation
Für Bayer Leverkusen ist es der zweite Pokal-Triumph nach 1993. Im insgesamt 81. Cup-Endspiel verpasste Kaiserslautern vor den Augen von Bundestrainer Julian Nagelsmann die erhoffte Sensation. Der Zweitligist aus der Pfalz war nach Aussage Funkels als „krassester Außenseiter“ in der Geschichte in das Endspiel gegangen. Der 70-Jährige erlebte nach dem erfolgreichen Abstiegskampf mit Lautern sein insgesamt fünftes Pokalfinale. Zu seinem Abschied vom FCK blieb ihm auch im dritten Anlauf als Trainer der Griff nach der Trophäe verwehrt. „Auch wenn wir ein Mann mehr waren, das spielt gegen diese Mannschaft überhaupt keine Rolle“, sagte Funkel. Ob es auch sein letztes Spiel als Trainer insgesamt gewesen ist, ließ er offen.
