Cucurella-Pfiffe bei der EM: "Eine Schande" – Spanier kritisieren deutsche Fans

Spaniens Marc Cucurella ist beim EM-Halbfinale ausgepfiffen worden.
Tom Weller/dpaDie Pfiffe mutmaßlich deutscher Fans gegen den spanischen Fußball-Nationalspieler Marc Cucurella haben dessen Mitspieler verärgert. Der 25-Jährige musste während des 2:1 im Halbfinale über Frankreich den Unmut von Zuschauern nach seinem Handspiel gegen Deutschland über sich ergehen lassen.
Spanier kritisieren Piffe gegen Cucurella
„Ich denke, das ist eine Schande“, sagte Verteidiger Dani Vivian in München nach dem Einzug ins EM-Endspiel. „Kein Spieler verdient das. Ich denke, wer zu einem Fußballplatz geht, um jemanden auszubuhen, hat keinen Respekt für den, der seinen Job ausübt.“
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Cucurella und das Handspiel gegen Deutschland
Im Viertelfinale gegen die DFB-Auswahl hatte Cucurella einen Schuss von Jamal Musiala an die Hand bekommen. Einen Elfmeter hatte es dafür nicht gegeben; Deutschland schied mit 1:2 nach Verlängerung aus. Nach den hitzigen Diskussionen über das „Handgate“ von Stuttgart hat sich Marc Cucurella zur strittigen Szene im EM-Viertelfinale geäußert. „Ich bin Spieler und mische mich da nicht ein. Ich respektiere, was die Schiedsrichter sagen“, erklärte der spanische Außenverteidiger.
„Wenn die Schiedsrichter sagen, dass es kein Handspiel ist, dann sage ich, es ist kein Handspiel“, führte Cucurella am Sonntag im EM-Camp der Spanier aus. „Ich verstehe, dass es sich um eine etwas zweifelhafte Aktion handelt“, sagte Cucurella auf Nachfrage: „Aber ich denke, wenn Deutschland gewonnen hätte, hätte man nicht darüber gesprochen.“
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de la Fuente: Haben ihn noch mehr motiviert
Angesprochen auf die Debatte kommentierte Cucurella im ZDF: „Für mich ist das egal. Wir müssen konzentriert bleiben. Wenn darüber gesprochen wird, ist das Teil des Spiels.“ Die spanischen Anhänger reagierten auf die Pfiffe, jubelten demonstrativ laut und initiierten mehrmals „Cucurella“-Sprechchöre für den Verteidiger.
„Ich weiß nicht, warum er ausgepfiffen wurde“, sagte Trainer Luis de la Fuente. „Was sie gemacht haben ist, ihn noch mehr zu motivieren. Er ist ein Profi und weiß mit Druck umzugehen.“ Die Menschen, die gepfiffen hätten, hätten weder den Sport noch Deutschland repräsentiert. Deutschland sei ein außergewöhnlicher Gastgeber gewesen, sagte der Trainer.
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