Traurige Nachrichten für alle Fans des etwas anderen Talkformats: Die Sendung „Chez Krömer“ endet nach sieben Staffeln. Das hat der Sender rbb kurz vor der Ausstrahlung der letzten Folge bekannt gegeben.
Etwas mehr als drei Jahre lang hat Kurt Krömer prominente Gäste in seinen Verhörraum gebeten. In 41 Folgen konfrontierte der unberechenbare Moderator die verschiedenen Persönlichkeiten mit allerlei Fakten und Vorwürfen.

„Chez Krömer“ endet im rbb – Was steckt hinter dem Aus?

Die Sendung „Chez Krömer“ wurde in den vergangenen Jahren mit zwei Grimme-Preisen ausgezeichnet, hat eine riesige Fanbase und zählt klar zu den großen Erfolgen des rbb. Warum beendet der Sender dann das Format? Dazu gibt es in der offiziellen Mitteilung keine Infos. Darin wird nur versichert, dass die Beziehung zwischen dem rbb und Kurt Krömer auch abseits der vier Verhörwände geklärt sei – „Sie sind und bleiben Freunde.“
Kurt Krömer hat die Idee eines Verhörs auf kleinstem Raum gemeinsam mit Produzent Friedrich Küppersbusch und dessen Firma probono.tv zur großen Show werden lassen. Doch die ist bald Geschichte. Was sagt der Moderator zum Ende seiner Sendung? „Es ist für mich an der Zeit für neue künstlerische Abenteuer. Mir war klar, dass ‚Chez Krömer‘ kein Format ist, das ewig laufen wird. Dass es am Ende dann doch 41 Folgen geworden sind, hat mich selbst überrascht“, erklärt der 48-Jährige und fügt abschließend hinzu: „Mein Bedarf an Arschlöchern ist damit gedeckt.“

Kurt Krömer: Keine Lust mehr auf Arschlöcher?

Was er damit meint, dürfte treuen Zuschauern klar sein. Es ist kein Geheimnis, dass der Moderator öfters Gäste im Studio hatte, die er persönlich ganz offensichtlich ablehnte. Die Gespräche mit dem früheren österreichischen Vizekanzler Heinz-Christian Strache oder Ex-„Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt zeigten das ganz deutlich. Aber auch die aktuelle und offiziell letzte Folge von Staffel 7 mit Comedian Faisal Kawusi, die Krömer vorzeitig abbrach.
Dass er auf dieses Gespräch wenig Lust hatte, wurde schon zu Beginn der Folge klar. Krömer war auf Krawall gebürstet und knallte seinem Gast sämtliche Fehler aus der Vergangenheit auf den Tisch. Nach etlichen Verteidigungsversuchen und wenig Einsichtigkeit seines Gegenübers hatte Krömer genug: „Ich dachte schon den ganzen Tag, dass es absolute Scheiße wird. Wir haben inklusive dir nur Arschlöcher hier.“ Für ihn war das Gespräch beendet. Nachdem der Comedian aber keine Anstalten machte zu gehen, verließ Krömer selbst nach 24 Minuten den Verhörraum. Bis zum offiziellen Ende der Sendung musste er allerdings noch vier Minuten vor der Tür ausharren. Dass ihm das Gespräch zugesetzt hatte, machte seine abschließende Aussage deutlich: „Heute ist der Tag, wo ich nach Hause gehe und mal gucke, ob ich das Konzept nochmal überdenke.
Die Folge mit Faisal Kawusi läuft am Dienstag, 06.12.2022, um 22:15 Uhr im rbb. In der Mediathek ist sie bereits jetzt online.

„Chez Krömer“: Das waren die Gäste in Staffel 7

In der letzten Staffel begrüßte Kurt Krömer insgesamt sieben Gäste in seinem Verhörraum für sechs reguläre Folgen und eine Online-Episode. Wer sich den Fragen des unberechenbaren Moderators stellte, seht ihr hier:
  • Folge 1: Jens Spahn (CDU-Politiker)
  • Folge 2: Heinz-Christian Strache (ehem. Vize-Kanzler Österreichs)
  • Folge 3: Julian Reichelt (ehem. „Bild“-Chefredakteur)
  • Folge 4: Salomé Balthus (Autorin und Prostituierte)
  • Folge 5: Rosa von Praunheim (Regisseur)
  • Folge 6: Faisal Kawusi (Comedian)
  • Folge 7: Xatar (Rapper) – nur online