Charité – Staffel 4: Was den Dreh in Portugal so schwierig machte

Für die Dreharbeiten zur vierten „Charité“-Staffel ging es für Sesede Terziyan (Rolle Dr. Maral Safadi) und ihre Kollegen nach Lissabon.
ARD/MDR/Armanda ClaroDrei Staffeln lang erzählte die Serie „Charité“ spannende Medizingeschichten aus der Vergangenheit. Für Staffel 4 gehen die Macher neue Wege und entführen die Zuschauenden in ein Berlin im Jahr 2049.
In der UFA-Fiction-Produktion, die ab dem 9. April 2024 in Doppelfolgen im Ersten läuft, wird die Klinik nicht nur von einer neuen Gesundheitsreform bedroht, sondern auch von einem unbekannten Bakterium. Eine große Herausforderung für die Spitzenforscherin Maral Safadi (Sesede Terziyan), die an ihre alte Wirkungsstätte zurückkehrt...
Drehort Lissabon stellte Produktion vor Herausforderungen
Das Berlin der Zukunft brachte für die Macher so manche Schwierigkeit mit sich. Denn um die klimatischen Bedingungen authentisch erzählen zu können, wurde in Portugal gedreht. Produzentin Henriette Lippold hat uns verraten, warum Lissabon zwar der perfekte Drehort war, aber die Crew und den Cast vor große Herausforderungen stellte.
Wann und wo wurde Staffel 4 genau gedreht?
Wir haben von Anfang Januar bis Mitte April 2023 in Lissabon gedreht. Den absoluten Hauptteil in der neu gebauten Klinik Champalimaud direkt am Meer. Aber wir waren auch im botanischen Garten, im Justizpalast, der Uni und dem Strand von Adraga.

Das neu gebaute Clinical Center Champalimaud in Lissabon war das Hauptmotiv der vierten „Charité“-Staffel.
ARD/MDR/Armanda ClaroWarum haben Sie sich für Portugal und kein anderes südeuropäisches Land entschieden?
Wir haben in Lissabon ideale Drehbedingungen vorgefunden. Vor allem war es ein großes Glück, dass zu unserem Dreh ein ultramoderner Krankenhausbau fertiggestellt wurde. Dort haben wir einen Großteil der Serie drehen können. Insgesamt bietet Lissabon eine vielseitige und zum Teil sehr futuristische Architektur, die gut in unser Konzept gepasst hat.
Sie sprachen an einer anderen Stelle von einem „intensiven Dreh“ – was meinen Sie damit genau?
Das gesamte Projekt war intensiv. Wir haben im ersten Lockdown 2020 mit der Buchentwicklung begonnen – einer Zeit, in der sich vor allem unser medizinisches Beraterteam der Charité um die ganz realen Zukunftsszenarien kümmern musste.
Der Dreh später in Portugal brachte einige Unwägbarkeiten mit sich: Lange war nicht klar, ob unser Hauptmotiv für uns so nutzbar sein würde, wie wir es brauchten. Oder wie wir mit dem recht kalten und wechselhaften Wetter ein Berlin erzählen sollen, dass unter der Hitze leidet. Corona war nach wie vor ein Störfaktor und hat uns auch einige Ausfälle beschert.
Nicht zuletzt die Dreisprachigkeit: Am Set wurde Deutsch, Portugiesisch und Englisch gesprochen. Da gehen natürlich ab und zu ein paar Infos verloren… Und so kann ich noch viele Beispiele aufzählen. Umso stolzer bin ich auf unser deutsches und portugiesisches Team, das immer mit vollem Einsatz an diesem Projekt gearbeitet hat.
Was waren die größten Herausforderungen beim Dreh und wie wurden sie gemeistert?
Die Mehrsprachigkeit am Set haben wir abgepuffert, in dem wir zum Beispiel dreisprachige Drehbücher herausgegeben haben: Dialoge immer auf Deutsch und Portugiesisch, die Regieanweisungen auf Englisch. Und so haben wir letztlich für alle Herausforderungen pragmatische Lösungen gefunden. Und ab und zu hatten wir auch echtes Glück – zum Beispiel, als sich die Regenwarnung für unsere Stranddrehtage in puren Sonnenschein auflösten.

