Bohemian Rhapsody: Nicht Rami Malek – Wer Freddie Mercury eigentlich spielen sollte

Rami Malek bekam für seine Rolle als Freddie Mercury in „Bohemian Rhapsody“ einen Oscar.
dpa / Jordan StraussSat.1 zeigt am Montagabend (20:15 Uhr) den Film „Bohemian Rhapsody“. Der Streifen aus dem Jahr 2018 wurde insgesamt viermal mit einem Oscar ausgezeichnet – darunter der Preis für Rami Malek als bester Hauptdarsteller. Die Rolle als Freddie Mercury war der Durchbruch für den US-Amerikaner, den man zuvor aus Filmen wie „Nachts im Museum“ und der Twilight-Saga „Breaking Dawn“ kannte.
Sacha Baron Cohen sollte Freddie Mercury spielen
Dabei wäre beinahe alles anders gekommen. Die Macher des Erfolgsfilms wollten zuvor einem anderen Schauspieler die schillernde Rolle des „Queen“-Sängers geben. Die Rede ist von Sacha Baron Cohen. Der Star aus Filmen wie „Borat“, „Der Diktator“ oder „Brüno“ gehört zu den wohl kontroversesten Schauspielern und Komikern in Großbritannien. Bei der Premiere zum ersten Teil von „Borat“ (2006) erregte er in seiner Rolle als kasachischer TV-Reporter die Gemüter, als er in einem von Frauen gezogenen Pferdewagen am roten Teppich vorfuhr.

Sacha Baron Cohen wurde dank seiner Rolle als „Borat“ zum Weltstar.
dpa / Monika SkolimowskaWarum durfte „Borat“ nicht Freddie Mercury spielen?
Genau dieser Sacha Baron Cohen sollte ursprünglich Freddie Mercury in „Bohemian Rhapsody“ spielen. Das bestätigte auch der „Queen“-Gitarrist Brian May, der in der Produktion des Films eingebunden war. Warum scheiterte die Zusammenarbeit? „Es gab künstlerische Differenzen“, sagte Sacha Baron Cohen vor einigen Jahren in einem Radio-Interview. Der Schauspieler bezeichnete Brian May als „großartigen Musiker“, aber auch als „schlechten Filmproduzenten“.
Sacha Baron Cohen: So hätte er Freddie Mercury verkörpert
Sacha Baron Cohen wollte laut eigenen Aussagen die extremen Seiten von Freddie Mercury zum Ausdruck bringen – insbesondere die Geschichten rund um Sex und Drogen. Die Band „Queen“ soll dagegen einen anderen Plan gehabt haben. Laut Baron Cohen wollte man den tragischen Aids-Tod von Freddie Mercury in der Mitte des Films thematisieren. Die zweite Hälfte des Streifens hätte sich rund um die Band, ohne ihren Frontsänger, gedreht. Sascha Baron Cohen kritisierte damals. „Ich sagte: ‚Hören Sie, niemand wird einen Film sehen, in dem die Hauptfigur an Aids stirbt und Sie dann sehen, wie die Band weitermacht.‘“ Seiner Meinung nach wollte die Band ihr glorreiches Erbe schützen. 2013 verließ Sacha Baron Cohen das Projekt, das fünf Jahre später gut 900 Millionen Dollar einspielen sollte.
