Es war der zweite Weltcup in der Saison 2022/23. Zugleich war es auch die einzige Station in Österreich. Die Biathletinnen und Biathleten waren zu Gast in Hochfilzen in Tirol. Nach dem erfolgreichen Auftakt in den Winter 2022/23 gewannen die DSV-Athelten an diesem Wochenende zwei Medaillen. Denise Hermann-Wick sicherte sich im Sprint der Frauen die Goldmedaille und die Staffel der Herren belegte den dritten Rang.
In diesem Artikel findet ihr alle Informationen rund um die Ergebnisse der Wettbewerbe beim Weltcup in Hochfilzen.

Biathlon in Hochfilzen 2022: Zeitplan & Startzeiten des Weltcups in Hochfilzen

Der Weltcup in Hochfilzen startete am 8. Dezember und endete am 11. Dezember 2022. Die Herren und Frauen gingen bei insgesamt sechs Rennen in verschiedenen Disziplinen an den Start.
Der Zeitplan für den Biathlon-Weltcup in Hochfilzen im Überblick:

Donnerstag, 08. Dezember 2022

  • 14:10 Uhr: Sprint der Frauen 7,5 Kilometer

Freitag, 09. Dezember 2022

  • 13:45 Uhr: Sprint der Herren 10 Kilometer

Samstag, 10. Dezember 2022

  • 11:30 Uhr: Verfolgung der Frauen 10 Kilometer
  • 13:40 Uhr: Staffel der Herren 4x7,5 Kilometer

Sonntag, 11. Dezember 2022

  • 11:30 Uhr: Staffel der Frauen 4 x 6 Kilometer
  • 14:15 Uhr: Verfolgung der Herren 12,5 Kilometer

Biathlon-Weltcup-Saison 2022/23: Ergebnisse vom Sprint der Frauen

Denise Herrmann-Wick hat zum Auftakt des Biathlon-Weltcups im österreichischen Hochfilzen den Sprint gewonnen und mit ihrem neunten Weltcuperfolg dem deutschen Team den ersten Sieg des Winters beschert. Die 33-Jährige blieb am Donnerstag beim Schießen fehlerfrei und verwies nach 7,5 Kilometern die mit einer Strafrunde belastete Tschechin Marketa Davidova mit 18,1 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritte wurde Julia Simon aus Frankreich (1 Fehler/+ 20,1 Sekunden). Damit verschaffte sich die Einzel-Olympiasiegerin von Peking eine perfekte Ausgangsposition für die Verfolgung am Samstag. Die anderen fünf deutschen Starterinnen Anna Weidel (22.), Sophia Schneider (23.), Franziska Preuß (25.), Vanessa Voigt (30.) und Juliane Frühwirt (40.) schafften es nicht in die Top 20.

Ergebnisse vom Sprint der Herren

Die deutschen Biathleten haben beim Weltcup-Sprint in Hochfilzen das Podest deutlich verpasst. Nur der 25 Jahre alte Justus Strelow erfüllte beim Sieg von Superstar Johannes Thingnes Bö auf Platz neun die Erwartungen. Für den 25-Jährigen, der tadellos schoss, war es das bisher beste Ergebnis seiner Karriere. Er erfüllte damit auch die WM-Norm. Dagegen enttäuschten Benedikt Doll, Roman Rees und David Zobel nach zuletzt starken Leistungen in Kontiolahti.
Den Sprint der Männer über 10 km dominierte einmal mehr Bö. Der 29 Jahre alte Norweger siegte nach fehlerfreier Schießleistung souverän in 23:04,4 Minuten vor dem Franzosen Emilien Jacquelin (1/+43,0) und seinem Teamkollegen Sturla Holm Lägreid (1/+46,9). Doll zeigte sich zwar auf der Strecke in starker Form, leistete sich aber drei Schießfehler und musste sich mit Rang 14 begnügen. Philipp Nawrath, Rees, Johannes Kühn und vor allem Zobel verfehlten dagegen auf der wegen Schneemangels geänderten Strecke die Top-25 deutlich.

Ergebnisse von der Verfolgung der Frauen

Olympiasiegerin Denise Herrmann-Wick hat beim Weltcup in Hochfilzen ihren zweiten Sieg deutlich verpasst. Nach dem Erfolg im Sprint musste sich die 33-Jährige in der Verfolgung über 10 km mit dem fünften Platz begnügen. Nach drei Schießfehlern lag Herrmann-Wick 42,7 Sekunden hinter der Französin Julia Simon, die nach einem Schießfehler vor der Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold (1/+19,6 Sekunden) und Marketa Davidova aus Tschechien (2/+28,1) triumphierte. Für Simon war es der zweite Saisonsieg. Vanessa Voigt verbesserte sich mit einem Schießfehler von Rang 30 auf den 14. Platz. Weidel (2), 22. im Sprint, belegte Rang 15. Franziska Preuß leistete sich gleich fünf Fehler und fiel auf den 26. Platz zurück. Um 13.40 Uhr steht noch die Staffel der Männer über 4x7,5 km auf dem Programm.

Ergebnisse von der Staffel der Herren

Zweite Staffel, zweites Podest: Die deutschen Biathleten haben beim Weltcup in Hochfilzen im Rennen über 4x7,5 km den dritten Platz belegt. Das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) mit Justus Strelow, Johannes Kühn, Benedikt Doll und Roman Rees musste sich nach einer Strafrunde und fünf Nachladern mit 28,6 Sekunden Rückstand nur Olympiasieger Norwegen um Überflieger Johannes Thingnes Bö (1+7) und Schweden (0+8/+20,0) geschlagen geben. Zum Auftakt des Winters hatte das DSV-Team in Kontiolahti schon Rang zwei belegt. Für Deutschland war es zwei Monate vor der Heim-WM in Oberhof bereits der sechste Podestrang der Saison.

Ergebnisse von der Staffel der Frauen

Die deutsche Frauen-Staffel hat beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen das Podest verpasst. Das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) mit Anna Weidel, Franziska Preuß, Denise Herrmann-Wick und Vanessa Voigt belegte im Rennen über 4x6 km den vierten Platz. Schlussläuferin Herrmann-Wick büßte einen der ersten drei Plätze mit vier Nachladern ein. Zum Weltcup-Auftakt in Kontiolahti war das DSV-Team noch auf Rang zwei gelandet.
Der Sieg ging an Frankreich (0 Strafrunden+4 Nachlader), das 10,4 Sekunden vor Schweden (0+9) und Italien (0+4/+18,5) lag. Deutschland hatte 33,7 Sekunden Rückstand.

Ergebnisse von der Verfolgung der Herren

Die deutschen Biathleten haben beim erneuten Triumph von Überflieger Johannes Thingnes Bö in der Verfolgung wie schon im Sprint maßlos enttäuscht. Benedikt Doll landete als bester DSV-Läufer auf einem indiskutablen 18. Rang. Am Samstag hatte das DSV-Team in der Staffel noch den dritten Platz belegt. Dennoch war es nach dem beachtlichen Auftakt in Kontiolahti zwei Monate vor der Heim-WM in Oberhof ein Dämpfer. Der Norweger Bö holte sich seinen 56. Weltcupsieg, den sechsten im siebten Rennen in dieser Saison, nach zwei Schießfehlern in 33:50,7 Minuten deutlich vor seinem Landsmann Sturla Holm Lägreid (2/+47,9 Sekunden) und dem Franzosen Emilien Jacquelin (3/+1:13,9). Doll leistete sich im Rennen über 12,5 km vier Fehler und hatte 2:30,8 Minuten Rückstand auf den überragenden Bö. Strelow, als Neunter noch bester Deutscher im Sprint, fiel mit drei Fehlern auf den 26. Platz zurück. Negativer Höhepunkt aus deutscher Sicht: Philipp Nawrath leistete sich bei der dritten Schießeinlage fünf Fehler.

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