Bares für Rares: Hast du das selbst gemalt?

"Bares für Rares"-Moderator Horst Lichter.
ZDF/Frank Hempel- Bei „Bares für Rares“ wird ein Aquarell von Dirk aus Wilhelmshaven für 1.200 Euro verkauft.
- Kunstexpertin Bianca Berding schätzt das Bild von Eduard Bargheer höher als erwartet ein.
- Horst Lichter sorgte für Unterhaltung, nannte sich selbst einen „kleinen Kunstbanause“.
- Dirk hoffte auf 500 Euro, erhielt aber mehr als doppelt so viel.
- Käufer Wolfgang Pauritsch erkennt den Wert und ersteigert das Bild.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kunst liegt immer im Auge des Betrachters. Ein bekannter Spruch, in dem viel Wahrheit steckt. Auch bei „Bares für Rares“ werden nicht immer nur prunkvolle Schmuckstücke angeboten, die einem ihren hohen Wert förmlich ins Gesicht schreien. Manchmal sind es die ganz unscheinbaren Objekte, die überraschend hohe Preise erzielen.
Horst Lichter, der Kunstbanause
Als Rentner Dirk aus Wilhelmshaven Kunstexpertin Bianca Berding in der heutigen Folge sein mitgebrachtes Aquarell präsentiert, kann sich Horst Lichter eine kleine Spitze nicht verkneifen. „Du malst also selber?“, begrüßt er den 81-Jährigen. Mit einem Augenzwinkern entschuldigt er sich, dass er ja ab und an ein „kleiner Kunstbanause“ sei. Wer sich das Bild genauer anschaut, wird Horst allerdings beipflichten können: Das vergilbte Aquarell mit den bunten Flächen wirkt nicht besonders professionell gemalt.
Expertise der Kunsthistorikerin höher als erwartet
Zum Glück kennt sich eine am Tisch von Berufs wegen mit Kunst aus und lässt sich vom ersten Blick nicht beirren: Bianca Berding. Die Kunsthistorikerin weiß, dass das unscheinbare Aquarell mit dem schönen Titel „Oase am Morgen“ aus dem Jahr 1968 vom deutschen Maler Eduard Bargheer stammt. Gemalt auf hochwertigem Büttenpapier mit Wasserzeichen. Dirks Preisvorstellung für das Bild liegt bei 500 Euro. Als Bianca Berding mit Pokerface hinzufügt, dass ähnliche Gemälde des Künstlers auf den Kunstmarkt häufig zu finden seien, schwindet kurz die Hoffnung aus Dirks Blick. „Ich bin bei 800 bis 1000 Euro!“, löst die Expertin die Spannung auf und Dirk geht mit Freude in Richtung Händlerraum.
Die Händler wissen, was sie vor sich haben
Es geht direkt gut los, das Bild verkauft sich von ganz alleine. Vor allem Wolfgang Pauritsch scheint zu wissen, wie wertvoll das bunt bemalte Papier ist und steigt mit einem Gebot von 300 Euro in die Verhandlung ein. Seine Kollegen machen es ihm allerdings nicht ganz so einfach und bieten fleißig mit. Am Ende bekommt trotzdem Pauritsch den Zuschlag: Die Oase geht für 1.200 Euro an den österreichischen Kunsthändler. Mehr als der Schätzpreis! Und mehr als doppelt so viel, wie der 81-Jährige sich erhofft hatte.
