Bankverhalten im Handball: Eisenach-Chef Witte regt sich über neue Regel auf

Neue HBL-Regel soll das Bankverhalten in eine neue Richtung lenken.
David Inderlied/dpaIm Vorfeld der Saison hatten die Schiedsrichter das Bankverhalten als neuen Schwerpunkt ausgemacht. Die neue Regel soll den Dialog zwischen Mannschafts-Offiziellen und Schiedsrichtern während des Spiels eindämmen. Schiedsrichter-Chefin Jutta Ehrmann-Wolf betonte die Notwendigkeit, das Verhalten der Trainerbänke zum Wohle aller Beteiligten in die richtige Richtung zu lenken. Eisenachs Manager René Witte ist mit der Regelverschärfung beim Bankverhalten nicht einverstanden.
Regelverschärfung soll für Ruhe sorgen
Der Deutsche Handballbund hat sich in der Saisonvorbereitung auch mit dem Bankverhalten beschäftigt. Schiedsrichter-Chefin Ehrmann-Wolf betonte, dass das Verhalten der Trainerbänke zum Wohle aller Beteiligten verbessert werden müsse. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung sei es, künftig keinen Dialog mehr mit den Offiziellen der Mannschaften während des laufenden Spiels zu führen. Ein solcher Dialog sei aufgrund der Schnelligkeit des Spiels nicht zielführend. Die HBL erhofft sich von dieser Regelung mehr Ruhe auf den Trainerbänken. Bereits nach der vergangenen Saison hatte Ehrmann-Wolf auf eine bedenkliche Entwicklung hingewiesen. Sie machte deutlich, dass sich auch bisher unauffällige Personen in Zukunft anders verhalten könnten, um keinen vermeintlichen Nachteil gegenüber denjenigen zu erleiden, die regelmäßig durch auffälliges Verhalten auf sich aufmerksam machen. Ein Dialog während des Spiels solle weiterhin stattfinden, aber solange der Ball im Spiel sei, müsse auf den Trainerbänken Ruhe herrschen.
Witt ist verärgert über neue Regelung
Eisenachs Manager René Witte ärgert sich über die neue Regelung. „Die technischen Delegierten schneiden die Kommunikation zwischen Trainer und Schiedsrichtern komplett ab“, klagte er nach dem Heimspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt. Witte betont, dass Emotionen im Sport ihren Platz haben müssen. Er kritisiert, dass zu viel auf Nebensächlichkeiten geachtet werde und Theatralik im Sport nichts zu suchen habe. Außerdem warnt er vor einer Veränderung des Sports, bei der das Drumherum wichtiger werde als die eigentlichen Regeln.