Amazon Prime Video Werbung: Amazon Prime Video führt Werbung ein: So lange können die Werbepausen dauern

Amazon Prime Video hat Werbepausen angekündigt. Das gilt es nun für Nutzer zu wissen.
Daniel Reinhardt/dpaAb dem 5. Februar 2024 plant Amazon Filme und Serien auf seiner Streaming–Plattform, Amazon Prime Video, mit Werbung zu versehen. Für viele Abonnenten von Amazon Prime Video bedeutet dies das Ende der werbefreien Filmerlebnisse. Amazon betont jedoch, dass die Menge der Werbung im Vergleich zu linearen TV–Sendern und anderen Streaming–Anbietern „deutlich weniger“ sein wird. Doch wie viel Werbung wird zu sehen sein, wie kann sie umgangen werden und ist die Einführung von Werbung bei Amazon Prime überhaupt rechtens?
Amazon Prime Video: Werbung wird ab dem 5. Februar eingeführt
Die Entscheidung des US–Unternehmens soll dazu dienen, weiterhin in attraktive Inhalte zu investieren und diese Investitionen langfristig zu steigern. In den USA müssen sich Nutzer deshalb ab sofort auf bis zu dreieinhalb Minuten Werbung pro Stunde einstellen. Diese können laut Chip.de zwischen 15 Sekunden und zwei Minuten dauern und an verschiedenen Stellen eines Videos auftauchen. Wie viel Werbung Amazon in Deutschland plant einzuführen, ist bislang noch nicht bekannt.
Werbung bei Amazon Prime Video mit monatlichem Aufpreis umgehen
Wer sich von der Werbung befreien möchte, wird jedoch vor eine Wahl gestellt: Abonnenten, die darauf verzichten wollen, müssen laut Chip.de ab dem genannten Datum 2,99 Euro mehr pro Monat für ihr Abo bezahlen.
Rechtliche Bedenken: Unterlassungen laut Stiftung Warentest möglich
Ab dem 5. Februar 2024 beginnt Amazon auch in Deutschland, zusätzliche Werbung bei Prime Video zu zeigen. Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest äußert jedoch rechtliche Bedenken bezüglich dieser Werbeumstellung. Ihrer Ansicht nach ist die Werbeeinblendung bei Prime Video rechtswidrig, da es sich um eine einseitige Preiserhöhung handelt, der die Kunden nicht zugestimmt haben. Die Werbung sei nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Nutzer zulässig. Eine ähnliche Praxis wurde bereits bei Spotify und Netflix vom Kammergericht in Berlin nicht erlaubt. Die Verbraucher könnten Unterlassung fordern und die Rückforderung der durch Werbeeinnahmen generierten Einnahmen beantragen und Amazon auffordern, die Werbeschaltungen auszusetzen. Sie hat sogar einen Musterbrief auf ihrer Infoseite veröffentlicht. Allerdings weist die Organisation darauf hin, dass Kunden, die auf ihr Recht bestehen, werbefrei Filme auf Amazon Prime Video zu sehen, möglicherweise mit der Kündigung ihres Abos durch Amazon rechnen müssen. „Über kurz oder lang müssen Sie vermutlich mit der Kündigung rechnen, wenn Sie auf Ihrem Recht bestehen, weiter werbefrei Amazon Prime–Videos zu schauen, ohne mehr zu bezahlen“, warnt die Stiftung Warentest.
(Mit Material der dpa)

