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: Leopold weigert sich, Simone zu hintergehen

In der Seifenoper „Alles was zählt“ will Kilian Reichenbach seinen Vater Leopold für einen Racheplan gegen Ben und Maximilian einspannen. Doch als Leopold Simones Handy ausspionieren soll, entscheidet er sich gegen seinen Sohn – mit dramatischen Folgen für ihre Beziehung.
Von
Judith Müller
Essen
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Leopold (Stephan Benson) riskiert für Simone das Verhältnis zu seinem Sohn Kilian.

Leopold (Stephan Benson) riskiert für Simone das Verhältnis zu seinem Sohn Kilian.

RTL

Kilian Reichenbach (Marc Dumitru) ist zurück in Freiheit und will sich an Ben und Maximilian rächen. Dafür soll sein Vater Leopold Reichenbach (Stephan Benson) ihm helfen und Simone Steinkamp (Tatjana Clasing) ausspionieren. Doch Leopold steht vor einer schwierigen Entscheidung: Soll er das Vertrauen der Frau missbrauchen, die ihm in seiner Not geholfen hat? In „Alles was zählt“ kommt es zwischen Vater und Sohn zu einer emotionalen Auseinandersetzung.

Kilian setzt Leopold unter Druck

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis verfolgt Kilian einen klaren Plan: Er will Ben Steinkamp (Jörg Rohde) und Maximilian von Altenburg (Francisco Medina) hinter Gitter bringen. Dafür braucht er die Unterstützung seines Vaters. Leopold soll eine Spionage-App auf Simones Handy installieren, um an Informationen zu gelangen, die Kilian gegen die beiden verwenden kann. Dazu übergibt er ihm einen Stick mit der entsprechenden Software.

Doch Kilian unterschätzt, wie sehr sich die Situation seines Vaters verändert hat. Leopold ist nach wie vor in einer schwierigen Lage und hat noch keine eigene Wohnung in Essen. Während seine Familie sich lange nicht für ihn interessiert hat, ist Simone für ihn da. Sie hat ihm nicht nur ein Hotelzimmer organisiert, sondern ihm inzwischen sogar einen Job als Hausmeister im Steinkamp-Zentrum verschafft. Dort unterschreibt Leopold bei Simones Tochter Gabriella Perez (Bianca Hein) den Arbeitsvertrag.

Simone zeigt sich auch weiterhin fürsorglich, obwohl sie weiß, dass Leopold mithilfe eines Hackers ihren Sohn Maximilian in Verdacht gebracht hat. Für Kilian scheint diese Hilfsbereitschaft vor allem eines zu bedeuten: eine Gelegenheit, Simone auszuspionieren.

Leopold kann Simones Vertrauen nicht missbrauchen

Als Leopold im Steinkamp-Zentrum ein verstopftes Rohr an der Bar freimachen muss, kommt er mit Simone ins Gespräch. Sie möchte ihm bei der Suche nach einer eigenen Wohnung helfen und druckt ihm deshalb eine Liste mit Wohnungsbaugesellschaften aus. Während Simone kurz weggeht, um den Zettel auszudrucken, bietet sich Leopold die perfekte Gelegenheit, den Stick mit der Spionage-App an ihr Handy anzuschließen.

Doch Leopold zögert. Als Simone zurückkommt, hat er den Stick bereits wieder eingesteckt. Er bringt es nicht übers Herz, das Vertrauen der Frau zu missbrauchen, die ihm so viel Unterstützung entgegenbringt. Damit entscheidet er sich gegen den Plan seines Sohnes – und für sein eigenes Gewissen.

Vater und Sohn geraten heftig aneinander

Zurück in seinem Hotelzimmer trifft Leopold auf Kilian, der bereits ungeduldig auf ihn wartet. „Das ging ja schnell. Simone vertraut dir ja noch mehr, als ich dachte“, bemerkt Kilian. Doch Leopold enttäuscht ihn: „Und dieses Vertrauen werde ich nicht missbrauchen.“

Als Kilian wissen will, was das bedeutet, erklärt sein Vater, dass er Simone nicht für ihn ausspionieren wird. Die Familie habe sich schließlich lange nicht um ihn gekümmert. Niemand habe wissen wollen, wo er lebe, ob er auf der Straße schlafen müsse oder genug zu essen habe. Simone hingegen sei es nicht egal, wie es ihm gehe. Sie helfe ihm, wo sie könne.

Kilian reagiert mit Spott. Leopold versucht dennoch, an seinen Sohn zu appellieren. Er habe in seinem Leben viele Fehler gemacht und wolle verhindern, dass Kilian dieselben begehe. Früher habe auch er immer mehr Geld, Macht und Erfolg gewollt. Doch im Leben komme es auf etwas anderes an: auf die Menschen, die einen lieben – und auf Kilian warte schließlich auch seine Frau, die ihn vermisse.

Für einen kurzen Moment scheint Leopold zu hoffen, dass seine Worte etwas bewirken. Doch Kilian fühlt sich erneut von seinem Vater enttäuscht. Er habe geglaubt, Leopold wolle wirklich um ihn kämpfen. Als dieser erklärt, dass er sich mit ihm versöhnen möchte, aber nicht auf diese Weise, wirft Kilian ihm vor, wieder nur an sich selbst zu denken.

Schließlich verliert auch Leopold die Geduld. Er macht seinem Sohn klar, dass dessen Forderung kein harmloser Gefallen sei, sondern emotionale Erpressung. Er wolle eine Versöhnung, die auf gegenseitigem Willen beruhe – und keine Beziehung, die davon abhänge, dass er für Kilian spioniere. Dann gibt er ihm den Stick zurück.

Kilian nimmt ihn verächtlich an sich. „Du wolltest eine Chance und du hattest sie. Ich brauch dich nicht. Das hab ich nie“, schleudert er seinem Vater entgegen und lässt ihn allein zurück. Leopolds Versuch, die Beziehung zu seinem Sohn zu retten, ist damit vorerst gescheitert. Ob Kilian irgendwann erkennt, dass sein Vater diesmal aus den richtigen Gründen gehandelt hat, bleibt abzuwarten.

Sendehinweis zu „Alles was zählt“

„Alles was zählt“ (AWZ) wird montags bis freitags um 19:05 Uhr auf RTL ausgestrahlt. Auf RTL+ sind neue Folgen als Online-Preview meist eine Woche vor der TV-Ausstrahlung verfügbar. Die Streaming-Plattform bietet zudem alle bisherigen Episoden als Video-on-Demand an.

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