Alles Licht, das wir nicht sehen
: So fesselnd ist das Nazi-Drama auf Netflix

Auf Netflix lockt „Alles Licht, das wir nicht sehen“ mit einem internationalen Cast und großen Emotionen. Alles, was ihr über die Miniserie wissen müsst.
Von
Melanie Baron,
Daniela Westermayer
Berlin
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Die Miniserie „Alles Licht, das wir nicht sehen“ ist jetzt auf Netflix verfügbar.

DOANE GREGORY/NETFLIX

Die neue Miniserie „Alles Licht, das wir nicht sehen“ – im Original „All the Light We Cannot See“ – auf Netflix erhellt die dunkle Jahreszeit auf eine ganz besondere Art und Weise: Sie erzählt von der blinden Marie-Laure, die zusammen mit ihrem Vater Daniel LeBlanc aus dem von Nazis besetzten Paris flieht. Inmitten des Nationalsozialismus lernt sie den jungen Werner kennen – der eigentlich für das Hitler-Regime arbeitet, in dem sie jedoch einen Seelenverwandten findet.

Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Anthony Doerr, der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten wurde. Wir verraten euch, wie viele Folgen es gibt, worum es genau geht und welche bekannten Schauspieler Teil des internationalen Casts sind.

Wann erschien „Alles Licht, das wir nicht sehen“ auf Netflix?

Vor mehr als zwei Jahren wurde die Miniserie „Alles Licht, das wir nicht sehen“ angekündigt. Jetzt war es so weit: Der Startschuss ist am Donnerstag, 2. November 2023, gefallen.

Wie bei allen Neustarts waren die Folgen am Erscheinungstag ab 9 Uhr verfügbar.

Wie viele Folgen hat „Alles Licht, das wir nicht sehen“?

Das Nazi-Drama ist als Miniserie angelegt. Die Geschichte von Marie-Laure und Werner wird in vier Episoden erzählt, die jeweils rund eine Stunde dauern.

Worum geht es in „Alles Licht, das wir nicht sehen“?

Wir befinden uns im Frankreich des Jahres 1944, mitten im Zweiten Weltkrieg. Die blinde Marie-Laure und ihr Vater Daniel LeBlanc möchten aus dem von den Deutschen besetzten Paris fliehen. Mit dabei haben sie einen legendären Diamanten, um diesen vor den Nazis zu retten. Doch auch ein Gestapo-Offizier hat ein Auge auf den Stein geworfen und verfolgt die beiden. Marie-Laure und ihr Vater finden Zuflucht bei einem Onkel und Widerstandskämpfer in Saint-Malo. Er betreibt einen geheimen Radiosender.

Eines Tages trifft Marie-Laure dort auf einen Jugendlichen und sofort fühlen sich die beiden zueinander hingezogen. Seelenverwandte? Etwas ungewöhnlich ist es schon, denn Werner ist eigentlich ein treues Mitglied des Hitler-Regimes und ist damit beauftragt worden, geheime Radiosender aufzuspüren. Doch die beiden Jugendlichen verbindet der Glaube an die Menschlichkeit und Hoffnung.

Werner (Louis Hofmann) arbeitet für das Hitler-Regime und soll illegale Radiosender aufspüren.

2023 Netflix, Inc.

Die Folgen von „Alles Licht, das wir nicht sehen“ im Episodenguide

Was in den einzelnen Folgen passiert, erfahrt ihr im Episodenguide zur Miniserie.

Folge 1

August 1944: Im Nazi-besetzten Saint-Malo sendet Marie während eines Bombenangriffs illegale Botschaften über das Radio. Der junge deutsche Soldat Werner hört zu.

Folge 2

Bei einem intensiven Verhör denkt Marie an den Einmarsch der Nazis in Paris zurück, während Werner sich an den Besuch eines SS-Offiziers in seinem Waisenhaus erinnert.

Folge 3

Nachdem er Etiennes Vertrauen gewonnen hat, spricht Werner über seine dunkle Vergangenheit und seine Verbindung zur Kurzwelle 13-10. Daniel versucht, die Gestapo zu täuschen.

Folge 4

Der verbissene von Rumpel unternimmt einen letzten Versuch, das Meer der Flammen zu finden. Während amerikanische Truppen die Stadt stürmen, versucht Werner, Marie zu retten.

Das ist der Trailer zu „Alles Licht, das wir nicht sehen“

Wer einen Vorgeschmack auf das Nazi-Drama haben möchte, bekommt es im dreieinhalbminütigen Trailer zur Miniserie:

Das ist die internationale Besetzung der Serie

Die Zuschauer dürfen sich auf einen namhaften, internationalen Cast freuen. Marie-Laures Vater Daniel LeBlanc wird beispielsweise von Mark Ruffalo verkörpert, der den Hulk in vielen Marvel-Filmen spielt. Daneben sind die deutschen Schauspieler Lars Eidinger und Louis Hofmann zu sehen.

Das ist die Besetzung im Überblick:

Rolle – Schauspieler

  • Marie-Laure LeBlanc – Aria Mia Loberti
  • Junge Marie-Laure LeBlanc – Nell Sutton
  • Daniel LeBlanc – Mark Ruffalo
  • Etienne LeBlanc – Hugh Laurie
  • Werner Pfennig – Louis Hofmann
  • Sergeant Major Reinhold von Rumpel – Lars Eidinger
  • Jutta – Luna Wedler
  • Looper – Hélène Cardona
  • Sandrina – Andrea Deck
  • Frau Elena – Rosie Hilal
  • Museum Foreman – Rhashan Stone
  • French Soldier 1 – Jason Shepard
  • French Soldier 2 – Tanner Cortez
  • Marcel – Jacob Bond
  • Dr. Heinrich – Pascal Ulli

Wo wurde „Alles Licht, das wir nicht sehen“ gedreht?

Der Cast des Nazi-Dramas ist international. Und auch die Drehorte lagen in mehreren Ländern: „Alles Licht, das wir nicht sehen“ wurde zum Teil in Budapest gedreht. Die Straßen der ungarischen Hauptstadt dienten als Szenerie des Frankreichs der 1940er Jahre. Weitere Drehorte waren aber auch wirklich in Frankreich. Die Szenen aus Saint Malo wurden beispielsweise tatsächlich in dem Küstenort gefilmt.

Auf diesem Buch basiert die Miniserie

Anthony Doerr veröffentlichte den Roman mit dem englischen Originaltitel „All the Light We Cannot See“ bereits 2014. Ein Jahr später gewann er den Pulitzer-Preis für Belletristik, die Andrew Carnegie Medal for Excellence in Fiction und einen Dayton Literary Peace Prize. Der Roman begeisterte zahlreiche Zuschauer und zählte 2014 laut der „New York Times“ zu den Top Ten der besten Bücher des Jahres.

„[…] Magische, märchenhafte Verbindungen sind hier wichtiger als solide Motivationen. Darin liegt vielleicht das Erfolgsrezept: Doerr verbindet die Last der Geschichte mit der Leichtigkeit des Geschichtenerzählens. Zu leicht, wird mancher alte Europäer einwenden“, beurteilte Wolfgang Schneider von der „F.A.Z“. Der US-amerikanische Journalist William T. Vollmann von der „New York Times“ schrieb über den Roman: „‘Alles Licht, das wir nicht sehen‘ ist mehr als ein Thriller und weniger als große Literatur. Damit ist es das, was der Engländer ‚unterhaltsame Lektüre‘ nennen würde. Vielleicht könnte Doerr große Literatur schreiben, wenn er das wirklich versuchen würde. Ich würde mich freuen, wenn er es täte.“

Gibt es eine zweite Staffel?

Vier Folgen sind wahrlich nicht viel. Kein Wunder also, dass die Frage nach Nachschub bereits laut wird. Ob es eine zweite Staffel geben wird, erfahrt ihr hier.