Veränderung bei „Aktenzeichen XY“: Neuer Beschluss betrifft Millionen Zuschauer

Moderator Rudi Cerne präsentiert jeden Monat eine neue Ausgabe von „Aktenzeichen XY“ im ZDF.
ZDF / Tobias SchultDie Fahndungssendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ ist seit fast sechs Jahrzehnten ein fester Bestandteil des ZDF-Programms. Jeden Monat präsentiert Moderator Rudi Cerne ungeklärte Kriminalfälle, bei denen die Polizei auf hilfreiche Hinweise der Zuschauenden hofft.
Nach der jährlichen Koproduktionstagung der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten aus Deutschland, Österreich und der Deutschschweiz hat das ZDF nun eine große Änderung für das Format verkündet, die ein Millionenpublikum betrifft.
„Aktenzeichen XY“ läuft auf drei Sendern
Die drei Sender ZDF, ORF und SRF haben viele weitere gemeinsame Projekte beschlossen. Darunter auch zwei Eurovisionssendungen von „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ live am Mittwochabend, die jeweils zwei Fälle aus Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentieren und in allen drei Ländern zeitgleich ausgestrahlt werden.
Das bedeutet für das ohnehin schon erfolgreiche Format eine noch deutlich größere Reichweite. Anhand der Einwohnerzahlen der Nachbarländer könnten es bis zu 18 Millionen neue Zuschauerinnen und Zuschauer sein.
Erste Eurovisionssendungen seit 2003
Es ist nicht das erste Mal, dass die Sender diesen Schritt gehen. Bereits zwischen 1968 und 2002 (ORF) bzw. 1969 bis 2003 (SFR) hatte es Eurovisionssendungen gegeben. Seit 2003 wird die Fahndungssendung ausschließlich in Deutschland ausgestrahlt. Es gibt aber hin und wieder in der Rubrik „Aktenzeichen XY... International“ Fälle aus Österreich oder der Schweiz.
Zudem wurde schon die diesjährige März-Ausgabe zusätzlich im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt. Es war das erste Mal nach mehr als 20 Jahren. Jetzt dürfen sich die Fans des Formats auf weitere internationale Ausgaben freuen. Sendetermine dafür sind derzeit allerdings noch nicht bekannt.
Nächste „Aktenzeichen XY“-Ausgabe im Juli
Die nächste Ausgabe der Fahndungssendung läuft am 30. Juli 2025. Bislang sind dafür fünf Film-Fälle sowie ein Kandidat für den „XY-Preis“ angekündigt.
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