„Aktenzeichen XY“: Neue Hinweise in drei Fällen

Studio von „Aktenzeichen XY... Ungelöst“
Peter Kneffel/dpaEine Woche nach der Ausstrahlung von „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ am 18. März haben die Ermittler erste neue Hinweise ausgewertet. Wie Fabian Puchelt vom LKA Bayern berichtet, sind zu allen drei vorgestellten Fällen Informationen aus der Bevölkerung eingegangen, teils mit konkreten neuen Ansätzen.
Cold Case aus Berlin: Hinweise zum Phantombild
Im Fokus stand unter anderem der Mord an Renate Pollaczeck aus dem Jahr 1986. Die 44-Jährige war während ihrer Arbeit in einer Berliner Kneipe überfallen, vergewaltigt und getötet worden.
Nach der Sendung meldeten sich mehrere Zuschauer, die glauben, den Mann auf dem gezeigten Phantombild zu erkennen. Dabei wurden auch konkrete Namen genannt. Die Ermittler prüfen diese Hinweise nun im Detail.
Zusätzliche Impulse liefert ein neuer Zeuge: Der Sohn der damaligen Nachmieter der Kneipe hat sich bei der Polizei gemeldet. Er konnte Einblicke in die Kneipenszene der 1980er-Jahre geben – Informationen, die für die Ermittler heute als wertvoll gelten.
Raubüberfall in Holzminden: Videoaufnahmen aufgetaucht
Auch im Fall eines Überfalls auf eine 80-jährige Frau in Holzminden gibt es Bewegung. Die Seniorin war im September 2025 in ihrer Wohnung ausgeraubt worden, die Täter erbeuteten rund 80.000 Euro, darunter Goldmünzen.
Nach der TV-Ausstrahlung gingen bei der Polizei zwei Videodateien einer Überwachungskamera ein. Darauf ist eine bislang unbekannte Person zu sehen, die sich auffällig verhält und offenbar Klingelschilder überprüft – möglicherweise zur Vorbereitung einer Tat.
Die Ermittler prüfen nun, ob ein Zusammenhang besteht. Ein möglicher nächster Schritt: der Einsatz von Gesichtserkennungssoftware, um die Person mit polizeilichen Daten abzugleichen.
Vermisstenfall Teresa Krug: Weitere Hinweise erbeten
Im dritten Fall geht es um die 70-jährige Niederländerin Teresa Krug, die seit Februar 2025 vermisst wird. Ihr Verschwinden beschäftigt Ermittler auch über die Landesgrenzen hinaus.
Nach der Sendung gingen erste Hinweise ein, konkrete Durchbrüche gibt es bislang jedoch nicht. Die Behörden rufen weiterhin dazu auf, Beobachtungen zu melden. Hinweise aus Deutschland werden über das Bundeskriminalamt an die niederländische Polizei weitergeleitet.
Ermittlungen laufen weiter
Ob die neuen Hinweise zu konkreten Ermittlungserfolgen führen, ist noch offen. Für die Ermittler sind sie jedoch ein wichtiger Schritt, insbesondere im Cold Case aus Berlin, der seit fast 40 Jahren ungeklärt ist.
