Aktenzeichen XY
: Die traurige Geschichte hinter diesem Phantombild

Mithilfe der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" will die Polizei in Sachsen-Anhalt einen mysteriösen Mordfall lösen. Bis heute ist die Identität der Leiche nicht geklärt.
Von
Eduard Ebel
Magdeburg
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Vor acht Jahren wurde die Leiche dieses Mannes in einer Kiste gefunden.

Vor acht Jahren wurde die Leiche dieses Mannes in einer Kiste am Ufer der Elbe gefunden.

Polizei Magdeburg

Im Juli 2016 machte ein Paddler einen grausamen Fund am Ufer der Elbe bei Vockerode. In einer Metallkiste versteckt, befand sie die Leiche eines Mannes. Der Unbekannte wurde ermordet und wahrscheinlich unmittelbar nach der Tat in die Kiste gelegt. Die 100 Kilogramm schwere Kiste mit dem Leichnam wurde von der Elbebrücke bei Vockerode ins Wasser geworfen. Die Polizei vermutet, dass mindestens zwei Männer die Kiste getragen haben.

In dieser Metallkiste wurde der ermordete Mann aufgefunden.

In dieser Metallkiste wurde der ermordete Mann aufgefunden.

Kripo Magdeburg

Opfer stammt wohl aus Südosteuropa

Laut Polizeiangaben war das Gesicht des Toten stark deformiert. Der unbekannte Mann war zum Zeitpunkt seines Todes etwa 45 Jahre alt und 1,80 Meter groß. Zudem hatte er eine schief zusammengewachsene Nase. Die Zähne des Opfers waren teilweise verfault beziehungsweise ausgefallen, heißt es. Die Ermittler vermuten, dass der Mann möglicherweise aus Südosteuropa stammt. Man geht davon aus, dass der Tote die letzten zehn Jahre vor seiner Ermordung in Deutschland verbrachte. Besonders auffällig: Der Mann am rechten Unterarm ein Tattoo mit dem Schriftzug "Michaela".

Polizei bekommt zahlreiche Hinweise nach "Aktenzeichen XY ... ungelöst"

Die Kripo Magdeburg hat jüngst die Zuschauer der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" um Hilfe gebeten. "Unter anderem nach der Ausstrahlung des Falls haben sich bereits eine Vielzahl von neuen Hinweisgebern gemeldet. Die Informationen und Aussagen werden nun durch die Polizei überprüft und ausgewertet", teilt eine Sprecherin gegenüber der Südwest Presse mit. Hinweisgeber können sich unter der Telefonnummer  0391 / 54 60 bei der Kripo Magdeburg melden.