Ulm / Magdi Aboul-Kheir  Uhr
Mimi und Josefin haben als erstes Duo bei „The Voice Kids“ gewonnen. Wie sich die Schwestern nach dem Finale fühlen und wie ihre Pläne nun aussehen, haben sie uns im Interview verraten.

Am Sonntagabend haben Mimi und Josefin „The Voice Kids 2019“ gewonnen. Nachdem sie am Ostermontag ausgeschlafen haben, erzählten die musikalischen Schwestern, die ihre ersten Lebensjahre in Ulm verbracht haben, der SÜDWEST PRESSE, wie sie sich nach der großen Final-Show fühlen und wie es jetzt weitergeht.

Wenn ihr an die letzten Wochen und Monate zurückdenkt, müsst ihr euch manchmal kneifen, um zu merken, ob ihr wach seid und ob das alles wirklich geschehen ist? Kann man das so einfach realisieren, was da gerade passiert?

Mimi: Nein, das ist einfach unfassbar. Es fühlt sich so unreal an, die Zeit ging so schnell vorbei, und dann war plötzlich Finale, und dann haben wir noch dazu gewonnen! Das war so krass, und wir können es gar nicht glauben.

Josy: Ich blick' immer noch gar nix. Also, das ist alles so irreal für Mimi und mich. Wir werden eine Weile brauchen, bis wir das so richtig verstehen.

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Euer „Creep“-Video hat fast 20 Millionen Klicks, euer Instagram-Account wächst und wächst täglich um Abertausende Menschen. Wie geht ihr damit um?

Mimi: Wir versuchen, entspannt zu bleiben und damit möglichst gelassen umzugehen. Es gibt natürlich immer Menschen, die negative Sachen schreiben, aber dafür ist die Zahl der positiven Antworten einfach überwiegender, und wir fokussieren uns voll uns ganz auf das Tolle an dem Ganzen hier.

Josy: Wir freuen uns so krass, dass so viele Menschen sich für uns begeistern, was wir am Anfang gar nicht in diesem Ausmaß gedacht hätten.

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Nächste Woche ist wieder Schule. Wird das komisch sein, einfach wieder in das „normale“ Leben zurückzugehen?

Mimi: Es wird definitiv eine Umstellung, wieder zurück in den Alltag zu kommen. Wir hatten während der „The Voice Kid“-Zeit keine Sekunde, in der wir nicht an „The Voice“ gedacht haben, und es wird bestimmt komisch, wieder „back to normal” zu gehen (lacht).

Josy: Ich freu mich komischerweise richtig, wieder zur Schule zu gehen und ungestresst dazusitzen und zu tun, als würde ich alles verstehen (lacht). Aber ich freu mich vor allem so krass, meine Freunde wieder zu sehen und sie zu treffen, weil wir in der letzten Zeit gar keine Zeit für was anderes als Üben hatten. Excited for back to school!

Mimi und Josi: „Das Musikerleben ist unser Traum“


Ihr könnt als Sieger einen Plattenvertrag haben. Habt ihr darauf Lust?

Mimi: Na klar, haben wir Lust darauf! Das Musikerleben ist schließlich unser Traum!

Josy: Was für 'ne Frage, hahaha. That's the dream!

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Könnte Musik zu eurem Beruf werden, wie schon bei euren Eltern? In welche Richtung würdet ihr gern gehen?

Mimi: Wir können uns das sehr gut vorstellen, aber wir würden nicht in Richtung Oper gehen, sondern bei unserer Popmusik-Richtung blieben. Wir lassen das jetzt auf uns zukommen.

Josy: Wie Mimi schon gesagt hat, lassen wir es jetzt auf uns zukommen und sind so excited für die Zukunft, die „The Voice Kids“ uns bringt.

Die Schwestern Mimi und Josefin haben es wirklich geschafft: Als erstes Duo gewinnen sie die Show „The Voice Kids“.

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Was habt ihr hinter den Kulissen von „Voice of Germany“ gelernt? Was haben euch die Coaches von Boss Hoss vermittelt?

Mimi: Boss Hoss sind so nette Menschen! Sie haben uns so viel mit auf den Weg gegeben, unter anderem, dass man sich immer treu bleiben soll und dass man seinen Willen durchsetzen muss, wenn einem etwas am Herzen liegt. Und auch die anderen Leute hinter den Kulissen sind alle mega nett: Von den Technikern und Kameramänner bis zu den Vocal Coaches gibt es keinen, der nicht super lieb ist.

Josy: Da stimme ich zu, außerdem konnten wir auch so viel von den anderen Talenten lernen. Wir sind alle zu einer großen Familie zusammengewachsen und sind traurig, dass die tolle Zeit bei jetzt vorbei ist.

Ihr seid 15 und 13, es ist normal, dass sich Schwestern auch mal streiten. Kommt das bei euch auch vor? Hat die Show da irgendwas verändert, seid ihr noch enger, da ihr ja immer zu zweit auftretet?

Mimi: Na klar, dass man sich mal streitet, ist total normal. Ich denke, die Show hat uns vor allem beigebracht, wie man mit so „Krisensituationen“ am besten umgeht, das heißt wie man bei so Streiten ruhig bleibt.

Ihr habt eure ersten Lebensjahre in Ulm verbracht, habt ihr noch irgendwelche Erinnerungen oder Beziehungen?

Mimi: Ich erinnere mich noch sehr gut, dass wir in unserem Wohnviertel einen großen Garten hatten, der unseren Nachbarn gehörte. Dort haben wir regelmäßig Kuchen gegessen und oft gemeinsame Fußballabende gehabt, wo man mit der ganzen Nachbarschaft mitgefiebert hat. Es waren sehr schöne Jahre dort!

In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen verrieten die beiden Schwestern dann noch, dass sie nach dem Trubel der Sendung nun erstmal kurz Urlaub machen würden.

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