Bunter Auftakt und Bombenstimmung mit viel Applaus beim Auftakt zur zweiten Staffel der ProSieben-Show „The Masked Singer“: Moderator Matthias Opdenhövel hatte im Vorfeld für die neue Staffel Hochkaräter versprochen: Es handle sich um „sehr prominente Männer und Frauen“. Und erklärte zum Auftakt denn auch gleich: „Es geht nicht darum, unbekannte Sänger berühmt zu machen – das sind alles bekannte Sänger!“ Tatsächlich: Die Kandidaten unter den Masken konnten was.

Unterföhring

Voting bei The Masked Singer erstmals per App

Neu dieses Jahr: Die Abstimmung der Zuschauer war nur mit App möglich, und das ging nur mit Download und Registrierung, wie das „Monster“ mit Piepsstimme erklärte. Wie immer standen fünf Duelle an, die Jury musste raten, sie besteht in der zweiten Staffel aus

  • TV-Moderatorin Ruth Moschner
  • Sänger Rea Garvey
  • und als Gast der ersten Folge: Komikerin Carolin Kebekus

Das waren die Duelle:

Roboter gegen Wuschel

Das erste Duell zwischen den Kandidaten bestritten der Roboter - offenbar eine Frau – gegen den Wuschel, ein weißes, zwiebelartigens Fellwesen. Zum Erstaunen vieler bot der Roboter im Glitzerkostüm eine Opern-Arie – und das ganz schön professionell. Carolin Kebekus tippte: Vanessa Mai oder Blümchen (Jasmin Wagner).

Der Auftritt des Wuschel – eines Mannes – war cool gesungen: „Crazy“ von Gnarls Barkley. Rae Garvey dachte an das Mitglied einer Boyband, das ein Solo-Comeback hat. Rae tippte auf Adel Tawil, Ruth Moschner auf Teddy Teclebrhan.

Das Zuschauer-Voting entschied der flauschige Wuschel für sich.

Der Roboter bot eine Opern-Arie – und verlor gegen den Wuschel.
© Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Kakerlake gegen Hase

Die Begegnung der Kontraste: Auf der einen Seite die Kakerlake, die wie ein Gangsta-Rapper mit Hiphop-Slang auf die Bühne kam, im Fellmantel und mit Goldketten behangen – ein Kerl mit Selbstbewusstsein, der immer „Jo“ sagte. Als Kontrast der Hase im rosa Dress – Flowerpower mit Blümchenkleid und langen Schlappohren.

Das Insekt bot – mit Akzent – Coolios „Gangsta's Paradise“ – und zwar ziemlich abgekocht und gut. Die Jury tippte auf einen Star-Koch wie Nelson Müller oder Jamie Oliver – oder Moderator Horst Lichter. Der Hase – offenbar eine Häsin – lieferte eine eher laue Performance mit Caro Emeralds „A Night like this“. Rae Garvey vermutete keine professionelle Sängerin. Ein Name will ihm zuerst nicht einfallen, dann überlegt er aber doch: „Wie heißt die Frau vom Wendler?“ Ruth Moschner tippte auf ein Model: Franziska Knuppe. Das Publikum entschied sich für die Kakerlake.

Der Hase lieferte eine eher milde Performance – und verlor gegen die Kakerlake.
© Foto: Willi Weber/dpa

Faultier gegen Dalmatiner

Das Faultier – natürlich ein Mann – kam erstmal nicht auf die Bühne, sondern chillte in der Hängematte und musste geweckt werden. Das ziemlich kuschelige, an einen Teddy erinnernde Tierchen, sprach ganz laaaangsam. Wesentlich glamouröser im Mantel kam der Dalmatiner daher, im Stile von „Der Teufel trägt Prada“ – très chique.

Das Faultier performte – von Sekundenschlaf unterbrochen – ziemlich cool „Boombastic“ von Shaggy am Surferstrand, und bekam viel Applaus. Die Jury tippte auf TV-Koch Tim Mälzer, Sänger Sasha oder Faisal Kawusi. Im Netz wurde gar Stefan Raab vermutet. Der Dalmatiner, eine Diva, sang „Diamonds are a girl's best friend“, und das passte. Hier vermutete die Jury Veronica Ferres und Désirée Nick. Das Zuschauer-Voting entschied das Faultier für sich, es ist weiter.

Das Faultier ist weiter.
© Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Fledermaus gegen Göttin

Die Göttin: Glanzvoller Auftritt.
© Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Im vierten Duell traten zwei Damen an: Die poppig-pinke Fledermaus mit ihren riesigen Ohren gegen die majestätische Göttin an, die ganz in Gold gehüllt wie eine venezianische Karnevalsfigur wirkt. Die Fledermaus hatte sich eine Top-Hit ausgewählt: „Bad Guy“ von Billie Eilish. Und das gefiel dem Publikum so gut, dass die Zuschauer mitklatschten. Bei der Fledermaus tippte die Jury erneut auf das Model Franziska Knuppe. Weitere Tipps: Die Sportlerinnen Anni Friesinger oder Claudia Pechstein.

Die Göttin sang glamourös „Stairway to Heaven“ und hatte das Publikum auf ihrer Seite. Die Jury tippte auf: Moderatorin Birgit Schrowange. Rae Garvey vermutete gar einen Mann hinter der Maske. Gewonnen hat das vierte Duell die Göttin.

Chamäleon gegen Drache

Erntete viel Applaus: Der Drache.
© Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Glitzer über Glitzer: eines der schrillsten Köstüme zeigte das Chamäleon. Ein eleganter Auftritt, der eines echten Entertainers würdig war. Wie ein Ork-Krieger aus „Herr der Ringe“ kam dagegen der Drache auf die Bühne - gegensätzlicher konnte diese Paarung kaum sein. Die Jury tuschelte etwas von „Skispringer“, bevor das Chamäleon mit ziemlich schräger Stimme „Dance Monkey“ von Tones and I performte. Wer steckt hinter der Maske? Carolin Kebekus war sicher, und tönte: „Ich weiß es!“ Es sei Dieter Hallervorden. Weiterer Tipp: Martin Semmelrogge. Der Drache bot als Song großartig und theatralisch den Song „Frozen“ von Madonna, und erntete dafür begeisterten Beifall. Die Tipps der Jury: Sportler Matthias Steiner und Sänger Ray Wilson von Genesis. Das Voting entschied der Drache für sich, das Chamäleon gratulierte.

Welcher Star steckt hinter der Maske?

Nach dem fünften Duell mussten fünf Kandidaten ums Weiterkommen zittern: Der Roboter, der Hase, der Dalmatiner, die Fledermaus und das Chamäleon. Schließlich war klar, der Dalmatiner ist raus und musste die Maske der „Dalma-Diva“ herunternehmen. Und wer verbarg sich dahinter? Es war die Sängerin Stefanie Heinzmann. Sie sagte: „Es hat Bock gemacht, die Diva zu spielen!“

Die Sängerin Stefanie Heinzmann war der Dalmatiner, sie musste die Maske abnehmen.
© Foto: Screenshot

Ein bisschen Stefan Raab

Auch in dieser Staffel ist der ehemalige ProSieben-Moderator Stefan Raab ein bisschen präsent – zumindest was die Kandidaten angeht. Stefanie Heinzmann entstammt dem Raab-Universum. Ebenso wie Sänger Max Mutzke, der in der ersten Staffel von „The Masked Singer“ dabei war. Stefan Raab entdeckte Heinzmann 2008 bei einem Casting in seiner Sendung TV total. Die Show hieß damals SSDSDSSWEMUGABRTLAD: „Stefan Sucht Den Superstar, Der Singen Soll, Was Er Möchte, Und Gerne Auch Bei RTL Auftreten Darf“.

So geht es weiter bei „The Masked Singer“

Am Dienstag, 17. 3. 2020, um 20.15 Uhr, treten die verbleibenden neun Kandidaten wieder an. Welcher geheimnisvolle Sänger wohl dann seine Maske ablegen muss? Das Finale ist am 14. April geplant.