Mit diesem Statement sorgen Prinz Harry und Herzogin Meghan am Mittwochabend für Aufsehen: Sie wollen keine wichtigen Rollen mehr im britischen Königshaus übernehmen. Sie treten als Repräsentanten der Queen zurück. Das teilt das Paar auf seinem offiziellen Instagram-Account mit.

„Nach vielen Monaten des Nachdenkens und Diskussionen haben wir uns entschieden, in dieser Institution eine neue, fortschrittliche Rolle für uns finden“, heißt es in ihrem Post. „Wir treten als Senior-Mitglieder der königlichen Familie zurück und arbeiten daran, finanziell unabhängig zu werden, während wir der Königin unsere volle Unterstützung versichern.“

Königshaus über Entscheidung vorab nicht informiert

Mehrere Mitglieder des Königshauses waren aber nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nicht über den Inhalt der Mitteilung vorab informiert worden. Das dürfte für Enttäuschung in der „Firma“ - so nennt sich die königliche Familie intern selbst - gesorgt haben.

Eine offizielle Stellungnahme des Palastes am späten Abend zum Rückzug des Paares fiel mit zwei Sätzen dann auch denkbar knapp aus: Der Herzog und die Herzogin von Sussex - so die offiziellen Titel - seien noch in einem „frühen Stadium“. Man habe Verständnis für ihren Wunsch, sich zu verändern, „aber dies sind komplizierte Angelegenheiten, die Zeit brauchen, um sie zu bearbeiten“.

Harry und Meghan wollen auch in den USA leben

Weiter erklären Harry und Meghan, dass sie planen, in Nordamerika und im Vereinigten Königreich zu leben. Sie möchten eine gute Balance finden und ihre Pflichten der Queen, dem Commonwealth sowie ihren Schirmherren gegenüber erfüllen. „Die geografische Ausgewogenheit wird es uns ermöglichen, unseren Sohn im Sinne der königlichen Tradition, in die er hineingeboren wurde, zu erziehen. Während wir gleichzeitig genügend Raum für unsere Familie finden und unsere Wohltätigkeitsarbeit.“

Die beiden kündigen an, zu gegebener Zeit „alle Einzelheiten dieses aufregenden nächsten Schrittes“ mitzuteilen. Außerdem betonen sie, dass sie weiter mit der Queen, Prinz Charles und Prinz William zusammenarbeiten werden.

Paar zuletzt in der Kritik

Zuletzt wurde Harry und Meghan alles mögliche angekreidet - die klimaschädliche Nutzung von Privatjets, die teure Sanierung ihres neuen Wohnsitzes in Windsor und teils auch Meghans Kleidungsstil. Besonders übel wurde ihnen genommen, dass sie bei der Taufe ihres kleinen Sohnes Archie auf ihre Privatsphäre beharrt hatten.

Vor der mehrwöchigen Auszeit von den royalen Verpflichtungen wirkten Harry und Meghan angeschlagen. In einem Fernsehinterview während einer Afrika-Reise hatte Harry eingeräumt, dass er sich mit seinem Bruder William (37) auseinandergelebt habe. „Wir sind derzeit sicherlich auf unterschiedlichen Pfaden.“ Zugleich betonte er, er werde immer für William da sein - und umgekehrt.