Streamingdienste Netflixkonto teilen: Das könnte bald vorbei sein

Ein Account, viele Nutzer: Den Anbietern entgeht so viel Geld.
Ein Account, viele Nutzer: Den Anbietern entgeht so viel Geld. © Foto: Alexander Heinl/dpa
Las Vegas / Jana Zahner 11.01.2019
Netflix- oder Spotify-Zugänge werden oft mit Familie und Freunden gemeinsam genutzt. Das kann ein neues Programm verhindern.

Nicht nur Schwaben sparen gerne Geld, sondern auch Nutzer von Streamingdiensten. Der Trick: Das Netflix-, Amazon Prime-, oder Spotify-Konto wird einfach von mehreren Personen benutzt, welche die Kosten unter sich aufteilen.

Was den Nutzer freut, ärgert die Anbieter, denen Einnahmen in Milliardenhöhe entgehen. Wirklich etwas tun konnten die Streamingdienste gegen das Account-Sharing bisher nicht.

Das könnte sich in Zukunft ändern.

Die britische Technologiefirma Synamedia hat auf der Technikmesse CES in Las Vegas ein neues Programm mit dem Namen „Credentials Sharing Insight“ vorgestellt, das erkennen soll, wenn ein Account von mehreren Personen genutzt wird.

KI soll das Mitbenutzen stoppen

Dank künstlicher Intelligenz soll das Programm laut einer Pressemitteilung des Unternehmens ungewöhnliches Nutzerverhalten erkennen können – zum Beispiel, wenn ein und der derselbe Account gleichzeitig an weit entfernten Orten geöffnet wird. So soll unterschieden werden können, ob ein Kunde seinen Zugang zum Beispiel an seinem Urlaubsort öffnet oder ob eine Familie ihren Account mit Freunden oder bereits ausgezogenen Kindern teilt. Der Anbieter kann dann entscheiden, ob er dem Kunden einen Premium-Account für mehrere Nutzer anbietet oder, ob er den Kunden sogar sperrt.

Laut der Pressemitteilung befindet sich Synamedia bereits in Verhandlung mit mehreren Pay-TV-Anbietern.

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