Eric Stehfest
: TV-Star kämpft mit Schizophrenie und Schulden

Nach der Trennung von Ehefrau Edith muss Eric Stehfest nicht nur seine paranoide Schizophrenie bewältigen – jetzt steht der Ex-GZSZ-Star auch vor der Privatinsolvenz.
Von
Judith Müller
Berlin
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Eric Stehfest erzählt von seiner Schizophrenie. Durch die Krankheit haben sich bei dem ehemaligen GZSZ-Star Schulden angehäuft.

Eric Stehfest erzählt von seiner Schizophrenie. Durch die Krankheit haben sich bei dem ehemaligen GZSZ-Star Schulden angehäuft.

dpa/dpa-Zentralbild | Britta Pedersen

Es ist keine einfache Phase im Leben von Eric Stehfest (36). Vor wenigen Tagen bestätigte der Schauspieler die Trennung von Ehefrau Edith nach rund elf gemeinsamen Jahren. Das Paar hat zwei Kinder, Aaron und Aria. Bereits in den vergangenen Monaten hatte die Beziehung unter Erics paranoider Schizophrenie gelitten – eine Erkrankung, die das Familienleben und die Ehe stark belastete.

Eric Stehfest muss Privatinsolvenz anmelden

Doch nicht nur privat kämpft der TV-Star mit Herausforderungen. Gegenüber BILD erklärte Stehfest: „In den nächsten Wochen werde ich eine Privatinsolvenz anmelden. Wegen meiner Schizophrenie bin ich in die Pleite gerutscht.“
Der Schauspieler habe aufgrund seiner Erkrankung falsche geschäftliche Entscheidungen getroffen. 2019 eröffnete er in Gera ein Café, das er während der Corona-Pandemie wieder schließen musste. „Da allein habe ich ungefähr 200.000 Euro verbrannt. Und zuletzt konnte ich wegen meiner Depression keine Jobs mehr machen.“

Eine Karriere voller Höhepunkte

Stehfest war von 2014 bis 2019 Teil von GZSZ und zählte zu den Fan-Lieblingen der Serie. 2016 tanzte er sich bei „Let’s Dance“ in die Herzen der Zuschauer, gewann 2019 sogar „Dancing on Ice“. 2022 folgte die Teilnahme im Dschungelcamp, zuletzt stand er gemeinsam mit Edith für „Promis unter Palmen“ vor der Kamera.

Ehrliche Einblicke in sein neues Buch

In seinem neuen Werk „9 Jahre Wahn“ (erscheint am 8. Oktober) beschreibt Eric Stehfest schonungslos, wie die paranoide Schizophrenie sein Leben und seine Ehe veränderte. Er misstraute seiner Frau, verdächtigte sie etwa grundlos des Fremdgehens, und schildert, wie er Edith mit vielen Aufgaben allein ließ. Selbstkritisch schreibt er: „Stattdessen habe ich ziemlich oft herumgebrüllt, habe mich benommen wie eine Wildsau.“

Auch seine Finanzen gerieten durch die Erkrankung außer Kontrolle: Mahnungen und Briefe blieben ungeöffnet, weil ihn Panikattacken plagten. Sogar aus der Tagesklinik musste er wieder ausziehen, da er seine Krankenkassenbeiträge nicht bezahlt hatte.

Unterstützung im Alltag und Blick nach vorn

Aktuell erhält Stehfest Hilfe durch einen Betreuer, der ihm dabei zur Seite steht, Ordnung in sein Leben zu bringen. Laut eigener Einschätzung werde es noch zwei bis drei Jahre dauern, bis er wirklich neu starten könne.

Trotz aller Rückschläge gibt sich der Schauspieler kämpferisch und hofft auf einen Neuanfang: „Wenn ich überlege, wo ich vor ein paar Monaten stand. Da sah meine Welt noch ganz anders aus. Jetzt bin ich viel stabiler. Auch durch den Alltag mit meinen Kindern. Das hat mir unheimlich geholfen, einfach weiterzumachen.“