Doctor Who Staffel 14
: Die zweite Folge legt den Fokus auf die Musik

In der neuen Doctor Who Folge trifft der Doctor sowohl auf die Beatles, als auch auf einen seiner gefährlichsten Feinde bisher.
Von
Till Wölki
Berlin
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ARCHIV - 08.03.2022, Baden-Württemberg, Rottweil: Die Applikation App Disney+ ist auf dem Display eines iPhone SE zu sehen. (zu dpa: Disney+ startet Streamingtarif mit Werbung - mehr deutsche Serien) Foto: Silas Stein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die neue Staffel Doctor Who gibt es auf Disney+ zu sehen.

Silas Stein

In der zweiten Folge der neuen Doctor Who Staffel dreht sich alles um Musik. Ruby und der Doctor treffen auf ein Paar der einflussreichsten Musiker aller Zeiten und die Folge stellt sich die Frage, wie eine Welt ohne Musik aussehen würde. Spoiler: nicht besonders gut.

Der Doctor trifft die Beatles

Der Doctor und Ruby werden in die Handlung gezogen, als sie ins Jahr 1963 reisen, um den Beatles bei den Aufnahmen ihres ersten Albums in den Abbey Road Studios, oder damals noch EMI Recording Studios, wie der Doctor betont, einen Besuch abzustatten. Ein Jahr, das auch für die Show selbst von großer Bedeutung ist, wie der Doctor später selbst klarstellt. Da in diesem Jahr die originale Show gestartet ist und der erste Doctor innerhalb der Serie zu diesem Zeitpunkt in London lebt, zusammen mit seiner Enkelin Susan. Doch nicht nur das, später in diesem Jahr findet auch die Geschichte des siebten Doktors "Die Hand des Omega" statt, in der der Doktor gegen zwei rivalisierende Gruppen von Daleks kämpft. Bei den Studios angekommen bemerken die beiden jedoch, dass weder die Gruppe aus Liverpool, noch Popsängerin Cilla Black, oder sonst irgendjemand ein großes musikalisches Talent aufweist. Als die beiden später John Lennon und Paul McCartney persönlich konfrontieren, finden die beiden heraus, dass Musik in den 20ern schlichtweg außer Mode gegangen ist.

Der Maestro

Ursache dafür ist der Maestro, gespielt von der Dragqueen Jinkx Monsoon, bekannt aus der Show RuPaul's Drag Race. Diese schurkische Gestalt, welche im Original they/them Pronomen verwendet, wurde, so zeigt es der Vorspann, im Jahr 1925 vom fiktiven Komponisten Timothy Drake durch das Spielen eines verlorenen Akkordes entfesselt und begab sich fortan daran, alle menschliche Musik für sich selbst einzunehmen. Der Maestro, stellt sich heraus, ist ein Wesen von Macht jenseits des Universums und das Kind des himmlischen Spielzeugmachers, gegen den der Doktor bereits letztes Jahr in der Spezialfolge "Das Kichern" sowie in der klassischen Folge "The Celestial Toymaker" aus dem Jahr 1966, angetreten ist. Ebenso wie der Spielzeugmacher scheint auch der Maestro Fähigkeiten zu haben, die über das Universum hinausgehen, wodurch der Maestro sogar des Öfteren die vierte Wand durchbrechen, sich also direkt an die Zuschauer wenden kann. Eine Tatsache, die, das lässt die Folge zumindest vermuten, sich auch in begrenzter Form auf den Doktor ausweitet, welcher bei einem Angriff des Maestros zugibt, dass er dachte, dass die Musik nicht-diegetisch ist. Als nicht-diegetische Musik wird jene Musik bezeichnet, die die Zuschauer, aber nicht die Figuren innerhalb einer Serie oder eines Filmes hören können, während diegetische Musik innerhalb der Sendung existiert und auch von den Figuren gehört werden kann. Hintergrundmusik etwa ist in den meisten Fällen nicht-diegetisch.

Eine Welt ohne Musik

Während der Folge besuchen Ruby und der Doktor das London des Jahres 2024, welches, da die Menschen ihre Emotionen nicht durch Musik verarbeiten konnten, durch einen Atomkrieg in Schutt und Asche gelegt wurde. Nach einer Begegnung vor Ort mit dem Maestro, reisen die beiden zurück in das Jahr 1963, um den Maestro aufzuhalten. Nachdem der Maestro aus Ruby die Musik vom Tag ihrer Geburt zieht, was erneut in den überlaufenden Handlungsstrang der Serie mündet, bei welchem das Mysterium um Rubys Herkunft im Vordergrund steht, findet die Konfrontation zwischen dem Doktor, Ruby und dem Maestro in einem Musik-Kampf mit den Helden am Piano und dem Maestro an der Geige statt. Der Maestro kann am Ende der Folge erneut gebannt werden, durch einen bestimmten Akkord, den der Doktor, mit etwas Hilfe von John Lennon und Paul McCartney vervollständigen kann. Die Folge endet mit einer Musical-Nummer, die das Ergebnis der schwindenden Domäne des Maestros ist, auf dieselbe Weise, wie der Doktor am Ende von "Das Kichern" eine zweite Tardis erzeugen konnte.

Doctor Who auf Disney+

"Die andere Saite des Teufels" ist die zweite Folge der neuen ersten Staffel von Doctor Who. Nächsten Samstag erscheint die dritte Folge, die im Englischen den schlichten Namen "Boom" tragen wird.