Bares für Rares
: „Wie auch immer!“ – Expertin kontert allwissendem Verkäufer

Als sie unterbrochen wird, rutscht Dr. Bianca Berding ein Spruch heraus, der aber vom Verkäufer überhört wird.
Von
Judith Müller
Köln
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Dr. Bianca Berdin, Horst Lichter und Hans-Jürgen.

Dr. Bianca Berdin, Horst Lichter und Hans-Jürgen.

ZDF-Mediathek

In der heutigen Folge von „Bares für Rares“ steht nicht nur ein schönes Porzellanobjekt im Mittelpunkt, sondern auch ein amüsanter Moment zwischen Expertin Dr. Bianca Berding und einem besonders überzeugten Verkäufer. Hans-Jürgen aus Frankenthal bringt eine Dammwildgruppe aus Porzellan mit in die Sendung – ein Erbstück, auf das er sichtlich stolz ist. Fast ein bisschen zu stolz.

Detailverliebt – auf beiden Seiten

Die filigrane Jagdszene aus dem Hause Hutschenreuther stammt von Karl Tutter und wurde zwischen 1955 und 1969 gefertigt. Dr. Bianca Berding erkennt das sofort. Sie lobt die feine Modellierung, die hohe Qualität und den ausgezeichneten Erhaltungszustand. „Ein wirklich schönes Stück. Und sehr gut gepflegt“, betont die Expertin.

Doch während sie ihre fundierte Einschätzung gibt, fällt ihr Hans-Jürgen wiederholt ins Wort – immer mit freundlicher Absicht, aber mit spürbarem Sendungsbewusstsein. Besonders als sie gerade ihre Bewertung zusammenfasst, will er noch anmerken, dass bei dieser Jagdszene eventuell „die Hunde fehlen könnten“.

„Wie auch immer!“ – Freundlich, aber mit Haltung

Da rutscht Dr. Berding ein deutliches, aber nach wie vor charmantes „Wie auch immer!“ heraus – ein Moment, der zeigt, wie viel Geduld und Fingerspitzengefühl eine „Bares für Rares“-Expertin mitbringen muss. Denn obwohl sie die Figur eindeutig lobt und mit einer Expertise von 200 bis 300 Euro bewertet, scheint Hans-Jürgen seine ganz eigene Sichtweise auf das Stück zu haben und immer noch einen draufsetzen zu wollen.

Fachwissen mit Stil

Gerade solche Momente machen die Stärke von Dr. Bianca Berding deutlich: Sie vermittelt Fachwissen ruhig, sachlich und mit Stil – auch wenn der Redeanteil des Verkäufers manchmal etwas zu ambitioniert ausfällt. Ihre Wertschätzung für das unbeschädigte, hochwertige Porzellan bleibt dabei klar und professionell – auch wenn sie Hans-Jürgen auf charmante Weise ein kleines bisschen bremsen muss.