Bares für Rares: Waldi legt sich mit Verkäufer an: „Bevor wir uns prügeln!“

Walter Lehnertz und Hans-Dieter werden sich einig. Aber der Weg war steinig und schwer.
ZDF-MediathekIn der heutigen Folge von „Bares für Rares“ trifft knorriger Charme auf skurrile Kunst – und Händler Walter „Waldi“ Lehnertz zeigt mal wieder, wie man mit ruppigem Humor doch zum Ziel kommt. Am Ende gibt’s einen Handschlag, ein Lachen – und einen fairen Preis für zwei ganz besondere Bronzefiguren.
Kunst mit Charakter: Zwei Bronzen voller Symbolik
Hans-Dieter Müller, 81 Jahre alt, kommt aus Kassel und bringt zwei auffällige Bronzeskulpturen mit in die Sendung. Die Werke heißen „Buchhändler“ und „Bücherdieb“, stammen aus dem Jahr 1989 und sind Teil einer limitierten Auflage von 50 Stück. Die Figuren zeigen menschliche Körper mit übergroßen Füßen – und Händen als Köpfen. Schräge, tiefsinnige Kunst, die Kunstexperte Colmar Schulte-Goltz sofort fasziniert.
„Das ist natürlich voller Symbolik, da kann man bestimmt tagelang drüber erzählen, was sich der Künstler dabei gedacht hat“, staunt Moderator Horst Lichter. Die Schätzung des Experten liegt bei 1.400 bis 1.600 Euro – Hans-Dieters Wunschpreis von 1.200 Euro ist also absolut realistisch.
Ruppiger Empfang im Händlerraum: Waldi in Höchstform
Doch im Händlerraum verläuft der Start eher holprig. Die Händler sind interessiert, aber die ersten Gebote bleiben deutlich unter dem Wunschpreis. Dann meldet sich Waldi zu Wort – gewohnt schnodderig und direkt: „Ich geb 880 Euro, kommste damit klar?“
Hans-Dieter bleibt ruhig, aber bestimmt: „Nö. Ich hab 2.400 Mark damals bezahlt und sie für 400 Euro aufpolieren lassen. Ich hätte gern 1.200.“ Waldi, nicht auf den Mund gefallen, grummelt, überlegt – und bietet zäh 900 Euro.
Doch Hans-Dieter bleibt standhaft. „Machen Sie die 1.000!“ fordert er trocken – und provoziert damit Waldi zu einem seiner legendären Sprüche: „Kommst du jetzt hier hin, bevor wir uns hier prügeln!“ – und zack, legt Waldi die 1.000 Euro hin.
Ein harter Hund mit weichem Kern
Trotz des ruppigen Verhandlungsstils zeigt sich am Ende: Waldi weiß, wann er ein gutes Stück vor sich hat – und wann es an der Zeit ist, sich zu bewegen. Hans-Dieter ist zufrieden und lacht: „Am Schluss hat der Waldi noch die Kurve gekriegt.“
Ein typischer „Bares für Rares“-Moment mit Charme
Dieser Deal zeigt einmal mehr, warum Waldi einer der beliebtesten Händler bei „Bares für Rares“ ist: Direkt, kantig, aber letztlich fair. Und auch wenn der Ton mal rauer wird – ein ehrlicher Handschlag zählt am Ende mehr als viele Worte.

