Bares für Rares: Vierstellige Schätzung! Paar nutzte wertvollen Picasso jahrelang als Vogeltränke

Dieser Picasso-Aschenbecher landet wohl so schnell nicht mehr im Garten.
ZDF-MediathekBarbara Siegmund und Bernhard Stör aus München bringen ein Objekt mit zu „Bares für Rares“, das eine erstaunliche Karriere hinter sich hat: Ein Aschenbecher, der lange Zeit als Vogeltränke im heimischen Garten diente. „Das war allerdings zu wulstig und zu glatt am Rand, da sind die Vögel immer ins Wasser gefallen“, erzählt Bernhard lachend. Was das Ehepaar nicht ahnte: Die unscheinbare Schale stammt aus der Hand von Pablo Picasso.

Dieser hübsche Aschenbecher erzielt heute eine hübsche Summe.
ZDF-MediathekÜberraschung bei der Expertise
Moderator Horst Lichter wundert sich zunächst über die fehlenden Einkerbungen für Zigaretten. Expertin Dr. Bianca Berding lacht: „Es muss ja nicht jeder Aschenbecher gleich aussehen.“ Auf der Keramik ist ein Vogel mit einem Wurm im Schnabel zu sehen – gar nicht so abwegig, dass das Stück als Vogeltränke genutzt wurde. Gefunden hat das Paar die Schale übrigens in einem Garten – mit dem Schild „zu verschenken“.
Erst durch eine Folge von „Bares für Rares“ wurde Barbara klar, dass die Signatur auf dem Objekt echt sein könnte. Tatsächlich: Es handelt sich um eine Keramik aus der berühmten Madoura-Manufaktur in Frankreich, gefertigt 1952 in einer Auflage von 500 Stück. Trotz kleiner Abplatzer ist das Urteil eindeutig: „Es ist ein Picasso!“ schwärmt die Expertin. Ihr Schätzwert: 1.500 bis 1.800 Euro.
Händler liefern sich Bietergefecht
Im Händlerraum sorgt das seltene Stück sofort für Begeisterung. Julian Schmitz-Avila zeigt sich beeindruckt, und Wolfgang Pauritsch erkennt sofort den Madoura-Stempel: „Das ist sehr schön! Ich würde die Schale betiteln mit: Der frühe Vogel fängt den Wurm.“ Zusammen mit Anaisio Guedes liefern sie sich ein Bietergefecht.
Am Ende setzt sich Anaisio durch: Für stolze 1.600 Euro ersteht er den Aschenbecher – und jubelt: „Mein erster Picasso! Wer hätte gedacht, dass ich im Leben mal einen Picasso kaufen würde.“
Glück für alle Beteiligten
Barbara und Bernhard sind überwältigt vom unerwarteten Erlös. „Damit hätten wir nie gerechnet!“, staunt Barbara. Das Ehepaar will mit dem Geld die Menschen, von denen sie den Aschenbecher einst geschenkt bekamen, zu einer Schifffahrt und einem Essen einladen. „Und wenn dann noch was übrig ist, fahren wir nach Wanne-Eickel in den Urlaub“, scherzt Bernhard.

