Bares für Rares: Verkäuferin irrt sich gewaltig – Annika Raßbach bleibt freundlich, aber bestimmt

Annika Raßbach schätzt die Voido-Stühle um einiges jünger ein, als die Verkäuferin angibt.
ZDF-MediathekZwei futuristische Schaukelstühle – und eine Expertin, die begeistert: In der heutigen Folge von „Bares für Rares“ mit Horst Lichter bringt Jutta Grafe, Fotografin aus Bühl, zwei ganz besondere Sitzmöbel mit. Die sogenannten „Voido“-Stühle haben sie lange Zeit in ihrem Atelier begleitet – nun möchte sie sich schweren Herzens davon trennen.
Expertin Annika Raßbach punktet mit Fachwissen und Feingefühl
Für die kunstvoll geschwungenen Schaukelstühle hat Annika Raßbach direkt ein Auge. Die Designkennerin erkennt sofort: Es handelt sich um Modelle der italienischen Marke Magis, entworfen von Ron Arad – und zwar zwischen 2006 und 2010. Die Stühle bestehen aus Kunststoff, der Zustand ist gut. Und: „Voido bedeutet auf Finnisch ‚gewinnen‘“, ergänzt Annika charmant. „Und sie gewinnen auf jeden Fall meine Aufmerksamkeit.“
Doch dann gibt es einen kleinen Aha-Moment: Jutta glaubt, die Stühle schon seit fast 48 Jahren zu besitzen – was bei Annika für einen kurzen Moment der Verwunderung sorgt. Ohne belehrend zu wirken, erklärt sie ruhig: „Die Schaukelstühle sind ursprünglich aus Metall. Die Firma Magis hat 2006 die Lizenz gekauft um sie zu reproduzieren. Die gibt es erst seit etwa 2006.“ Ihre charmante Art sorgt dafür, dass sich Jutta gut aufgehoben fühlt.
Starke Expertise, fairer Preis
Heute sind die Voido-Stühle nach wie vor neu erhältlich, gelten aber auch gebraucht als begehrte Designobjekte. Jutta wünscht sich 250 Euro pro Stuhl, also 500 Euro für beide – Annika Raßbach setzt die Schätzung sogar noch leicht höher an: 600 Euro gesamt.
Wieder einmal beweist die sympathische Expertin, warum sie in der Sendung so beliebt ist: Fachlich präzise, mit einem feinen Gespür für den richtigen Ton.
Händlerraum mit Schaukelprobe und Humor
Im Händlerraum wird es dann richtig unterhaltsam: Julian Schmitz-Avila und Jos van Katwijk schaukeln probe – und Julian kippt fast rückwärts vom Stuhl. Die Szene sorgt für viel Gelächter, bevor Jutta mit ihrer charmanten Art erneut überzeugt. Sie berichtet von den tollen Fotoshootings, die sie mit den Stühlen gemacht hat.
Jos van Katwijk fühlt sich direkt angesprochen: „Meine Tochter ist auch Fotografin.“ Und so schlägt er 500 Euro vor. Doch Jutta verhandelt geschickt – und holt 550 Euro raus. Ein gelungener Deal, bei dem die Stühle weiterhin als kreative Requisiten genutzt werden – jetzt eben in einem neuen Studio.

Händler Jos van Katwijk kauft die Stühle gerne für seine Tochter, die auch Fotografin ist.
ZDF-MediathekExpertise, Humor und ein starker Auftritt
„Bares für Rares“ zeigt heute wieder, wie spannend Designgeschichte sein kann. Dank Annika Raßbach, die Wissen und Feingefühl vereint, wird aus einem Stuhlverkauf eine kleine Reise durch Stil und Zeitgefühl. Und Jutta? Die geht mit einem guten Gefühl – und dem Wissen, dass ihre Lieblingsstücke in gute Hände wandern.

