Bares für Rares
: Unfassbar! Händler vermiesen Kollegen das Geschäft

Ein junger Musikstudent bringt einen Schatz aus dem Bücherschrank zu „Bares für Rares“ – doch im Händlerraum platzt der Deal spektakulär.
Von
Judith Müller
Köln
Jetzt in der App anhören
Markus Wildhagen will verhindern, dass Daniel Meyer die Partitur bekommt.

Markus Wildhagen will verhindern, dass Daniel Meyer die Partitur bekommt.

ZDF-Mediathek

In der heutigen Folge von „Bares für Rares“ (Montag, 4. August 2025) sorgt ein seltener Fund für große Aufmerksamkeit – und am Ende für einen überraschenden Moment im Händlerraum: Ein wertvolles Musikstück aus dem 19. Jahrhundert findet zwar seinen Weg zur Expertise, doch beim Verkauf kommt alles anders als erwartet.

Zwei Freunde, eine Partitur – und ein Bücherschrank

Die besten Freunde Cedric Höller und Luisa Hasselbring, beide 24 Jahre alt und aus Langen (Hessen), kommen gemeinsam in die Sendung. Cedric studiert Musikwissenschaften und Kunstgeschichte in Mainz – kein Wunder also, dass er beim Stöbern in einem öffentlichen Bücherschrank in Wiesbaden sofort hellhörig wird, als er eine alte Partitur entdeckt.

Was er da in den Händen hält, stellt sich bei der Expertise als echter Schatz heraus: Die Original-Erstauflage der 3. Symphonie („Schottische“) von Felix Mendelssohn Bartholdy, gedruckt im Jahr 1843.

Wendela Horz begeistert – aber der Preis bleibt unter Erwartungen

Expertin Wendela Horz ist nicht nur beeindruckt von dem Fund, sondern auch persönlich gerührt: „Ich liebe öffentliche Bücherschränke – und dass Ihnen so etwas da begegnet, ist ganz wunderbar!“

Zwar hofft Cedric auf 1.000 Euro, doch Horz taxiert den Marktwert deutlich niedriger: 400 Euro. Dennoch beschließen Cedric und Luisa, ihr Glück im Händlerraum zu versuchen – auch wenn man merkt, dass Cedrics Herz sehr an dem Buch hängt.

Händler Daniel Meyer macht ein Angebot – doch der Deal platzt

Im Händlerraum überschlagen sich die Ereignisse: Daniel Meyer zeigt Interesse und bietet 300 Euro. Doch was dann passiert, damit hat wohl niemand gerechnet – und vor allem nicht Daniel selbst.

Denn die übrigen Händler bremsen den Verkauf regelrecht aus. Keiner steigt mit ein, niemand überbietet – im Gegenteil: Die Stimmung wird fast schon mahnend.

Markus Wildhagen bringt es auf den Punkt: „Was ich nicht verstehe: Sie sind Musiker, und jung genug, um das noch gut zu finden – eigentlich sind Sie die Zielgruppe, die sowas bei uns kaufen würde. Warum stehen Sie hier?“

Lisa Nüdling wird noch deutlicher: „Egal, welchen Preis wir Ihnen hier nennen – ich glaube, Sie würden es bereuen. Ich an Ihrer Stelle würde das wieder mitnehmen.“ Julian Schmitz-Avila stimmt zu und rät ebenfalls davon ab, das Buch zu verkaufen.

Ein Angebot, das niemand unterstützt

Daniel Meyer bleibt hartnäckig und sagt: „Nehmen Sie die 300 Euro – und kaufen Sie sich davon die passende CD zur Partitur.“ Doch seine Kolleginnen und Kollegen lassen ihn im Regen stehen. Der Verkaufsversuch wird faktisch ausgebremst. Cedric, dem man die Enttäuschung über den geplatzten Deal anmerkt, holt sein Buch zurück – und verlässt den Raum nicht mit Geld, sondern mit einem klaren Gefühl: „Das Buch ist durch Schicksal zu mir gekommen – und da soll es auch bleiben.“

Ein seltener Fall – der Händlerraum rät vom Verkauf ab

Die Geschichte von Cedric und Luisa ist heute das emotionale Highlight bei „Bares für Rares“. Ein Schatz aus dem Bücherschrank, eine realistische Expertise, ein Angebot – und doch kein Deal. Die übrigen Händler vermiesen Daniel Meyer regelrecht das Geschäft und verhindern gemeinsam den Verkauf. Ein besonderer Moment, der zeigt: Nicht jeder Schatz muss seinen Besitzer verlassen.