Bares für Rares Folge 2208
: Von allen gehasst - doch dafür wollen die Verkäufer ein Vermögen!

Sowohl die Händler als auch Horst Lichter haben keine guten Erinnerungen an diese Objekte, für die zwei Freunde mehrere tausend Euro haben wollen. Doch am Ende geht alles gut aus.
Von
Judith Müller
Köln
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Helmut und Michael wollen bei Bares für Rares eine Megasaumme für ihren Sportverein erreichen.

Helmut und Michael wollen bei Bares für Rares eine Megasaumme für ihren Sportverein erreichen.

ZDF-Mediathek

Im Sportunterricht waren sie für viele ein Albtraum – und jetzt tauchen sie bei „Bares für Rares“ auf: Ein Pauschenbock und zwei Pauschenpferde sorgen in der ZDF-Trödelshow für reichlich Lacher.

Kindheitserinnerungen und Schlepperei

„Oh, die Dinger kenne ich aus dem Sportunterricht, da war ich nie ein Freund von!“, lacht Horst Lichter, als er die Sportgeräte entdeckt. Mitgebracht haben sie die beiden Freunde Helmut Tripp und Michael Wilm aus Kleve. Hergestellt wurden die massiven Geräte zwischen den 1930er- und 1970er-Jahren von den Turnmeyer-Werken und dem Deha Sportgerätewerk – aus stabilem Buchenholz und Rindsleder.

„Erstmal Respekt für die Schlepperei!“, kommentiert Horst. Helmut und Michael haben einen gemeinsamen Sportverein, dem sie den Erlös aus dem Verkauf spenden möchten – speziell für die Kindergruppen.

Expertenurteil statt Wunschtraum

Doch beim Wunschpreis verschlägt es Horst die Sprache: „4000 bis 5000 Euro hätten wir gerne.“ – „Jetzt ehrlich, ja?“, fragt er ungläubig und fällt fast hintenüber.

Experte Sven Deutschmanek bleibt nüchtern: „Wären Sie zehn Jahre früher gekommen, hätte ich Ihnen ganz andere Preise nennen können. Da war der Hype riesig. Heute ist er leider abgeflaut.“ Da sich das Leder nicht mehr restaurieren lässt, seien die Stücke nur noch Dekoobjekte. Sein Ergebnis: 1.150 Euro für alle drei Geräte zusammen – und das sei schon sehr gut bezahlt.

Zur Auflockerung versucht Sven mit Horsts Hilfe noch einen Handstand auf dem Pferd. Lustig anzusehen – aber erfolgreich ist das Duo nicht.

Friedrich Häusser und Daniel Meyer probieren bei Bares für Rares Sportgeräte aus. Mehr oder weniger elegant.

Friedrich Häusser und Daniel Meyer probieren bei Bares für Rares Sportgeräte aus. Mehr oder weniger elegant.

ZDF-Mediathek

Händlerraum voller Abneigung – und Solidarität

Im Händlerraum dann der nächste Lacher: „Was hab ich die Dinger gehasst!“, ruft Daniel Meyer sofort und probiert trotzdem eine Übung aus. „Nicht nur du!“, stimmt Waldi Lehnertz zu. Kaum einer erinnert sich gerne an Turnstunden mit den Pauschenpferden.

Doch am Ende siegt die Solidarität. Daniel schlägt vor, dass er, Waldi und Benjamin Leo Leo je ein Gerät nehmen – und legt zusammen mit ihnen 900 Euro auf den Tisch. Helmut und Michael nehmen den Deal gerne an.

Happy End für den Sportverein

Auch wenn die erträumten Tausender nicht in Erfüllung gingen, gibt es am Ende Grund zur Freude: 900 Euro fließen direkt in den Kinder- und Jugendsport des Vereins. Ein schöner Ausgang für Objekte, die zwar viele hassen – aber diesmal echte Freude stiften.