Bares für Rares
: Dr. Bianca Berding lobt Vase in höchsten Tönen – doch dann kommt der Preis-Schock!

Eine fast 100 Jahre alte Meissen-Vase, die Generationen überstanden hat, bringt bei Bares für Rares erst Jubel – und dann sorgt Dr. Bianca Berding mit ihrer schonungslosen Expertise für ungläubiges Staunen!
Von
Judith Müller
Köln
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Dr. Bianca Berding schätzt die Meissen-Vase ein.

Dr. Bianca Berding schätzt die Meissen-Vase ein.

ZDF-Mediathek

In der aktuellen Folge von „Bares für Rares“ sorgt eine ganz besondere Rarität für große Augen: Eine prachtvolle Prunkvase aus dem Hause Meissen, die fast ein Jahrhundert lang heil geblieben ist – trotz einer großen Familie, vieler Enkel und noch mehr Hunde!

Die Besitzerin erzählt stolz: „Die Vase hat eine Tochter, drei Enkel, sieben Urenkel und unzählige Hunde überlebt – und sie ist wirklich heile geblieben!“ Moderator Horst Lichter staunt: „Das nennt man mal pompös!“

Expertise mit Gänsehaut-Faktor

Für die Expertise ist diesmal Kunsthistorikerin Dr. Bianca Berding zuständig – und die freut sich sichtlich: „Die ist super, die ist toll!“ Die Vase stammt aus der Zeit von 1924 bis 1934, wurde von Ernst August Leuteritz für Meissen entworfen und ist eine größere Ausführung des beliebten Schlangenhenkel-Korpus, der auf die hellenistische Antike zurückgeht.

Dr. Berding lobt Zustand und Herkunft in höchsten Tönen: Es gibt keinerlei Schäden, nur minimale Abriebe an der Vergoldung – ein echtes Sammlerstück! Doch dann folgt der spannende Teil: der Wert.

Früher hoch fünfstellig – heute Preis-Schock

Früher wechselte genau diese Vase für hohe Summen den Besitzer. „Vor einigen Jahrzehnten wurden dafür bis zu 50.000 DM gezahlt! Und wer sie heute bei Meissen neu bestellt, zahlt 25.000 Euro!“, erklärt Dr. Berding.

Doch dann kommt der Dämpfer: „Leider ist der Kunstgewerbemarkt dramatisch eingebrochen. Ich muss heute deutlich tiefer ansetzen: 1.800 bis 2.200 Euro.“

Die Besitzerin nimmt es mit Humor – ihr Wunschpreis lag nur bei 800 Euro. „Reicht!“, lacht sie erleichtert.

Händlerraum: Besser als gedacht

Im Händlerraum verhandelt sie geschickt: Elke Velten Tönnies sichert sich die Prunkvase schließlich für 1.100 Euro – immerhin 300 Euro mehr als erhofft!

Ein schönes Beispiel dafür, dass sich das jahrelange Aufpassen auf Familienerbstücke manchmal doch lohnt – auch wenn der Markt sich verändert hat.