Bares für Rares
: Aus Liebe zum Opa – Verkauf platzt im Händlerraum

Ein seltenes Musikinstrument bringt Erinnerungen zurück, sorgt für Gänsehaut bei den Händlern – und führt am Ende zu einer berührenden Entscheidung.
Von
Judith Müller
Köln
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Annika Raßbach macht eine tolle Expertise für das Bandoneon.

Annika Raßbach macht eine tolle Expertise für das Bandoneon.

ZDF-Mediathek

In der heutigen Folge von „Bares für Rares“ erleben Zuschauer eine Mischung aus Nostalgie, Fachwissen und Musik. Doch trotz großer Erwartungen endet der Verkaufsversuch eines seltenen Musikinstruments überraschend – mit einer Absage.

Ein Ehepaar und ein Erbstück voller Erinnerungen

Martina und Andreas Engelking aus Rinteln betreten mit einem besonderen Objekt die Sendung: ein antikes Musikinstrument, das Martina sehr am Herzen liegt. Es stammt von ihrem Großvater und hat sie durch ihre Kindheit begleitet. Zusammen mit einem originalen Notenbuch liegt es nun auf dem Expertisentisch.

Expertin Annika Raßbach zeigt sich beeindruckt

Annika Raßbach liefert eine ausführliche und faszinierende Expertise. „Wir haben hier ein Handzuginstrument aus der Reihe der Harmonikainstrumente“, erklärt sie. Es sei dem Akkordeon ähnlich, aber einfacher zu spielen – gerade bei Bergarbeitern war es beliebt. Wer das Instrument beherrscht, kann damit wunderbare Musik machen.

Besonders beeindruckt zeigt sie sich vom Zustand: Trotz des Alters ist das Stück noch spielbar. Gefertigt wurde es aus Ahorn, und auch das Notenbuch ist noch vorhanden. „Für das Alter ist der Zustand super“, so die Expertin.

Martinas Wunschpreis: 500 Euro

Martina nennt ihren Wunschpreis: 500 Euro. Ein realistischer Betrag für ein spielbares Instrument mit Geschichte? Annika Raßbach schätzt es auf 350 bis 500 Euro. Aber zahlt das auch jemand? Das soll sich im Händlerraum zeigen.

Ein musikalischer Moment bei den Händlern

Sofort greift Steve Mandel, selbst Musiker, zum Instrument und spielt ein paar Takte. Begeisterung macht sich breit. „Musik kommt in unseren Raum!“, freut sich Wolfgang Pauritsch. Die Gebote starten – und bleiben hinter den Erwartungen zurück.

Wolfgang bietet 100 Euro. Steve geht auf 200 Euro. Roman Runkel mischt sich ein und bietet 250 Euro, allerdings eher aus dekorativen Gründen. Doch das reicht Martina nicht.

Der Verkauf platzt – aus guten Gründen

„Für 250 Euro möchte ich es nicht abgeben“, sagt Martina, sichtlich bewegt. Die Erinnerung an ihren Großvater wiegt schwerer als das Geld. Alle Händler zeigen Verständnis – und Martina nimmt das Instrument wieder mit nach Hause.

Eine Hoffnung bleibt: Musik statt Staubfänger

Auch wenn der Deal nicht zustande kommt, bleibt Martinas Wunsch bestehen: Sie möchte jemanden finden, der das Instrument spielt und wertschätzt – und damit die Geschichte ihres Großvaters weiterträgt.