Hanka Rackwitz ist asexuell: Was bedeutet das?

Hanka Rackwitz hat in der RTL-Show „Ich bin ein Star – Showdown der Dschungel-Legenden“ offen darüber gesprochen, dass sie asexuell lebt.
RTL / Stefan GregorowiusHanka Rackwitz, die an der „Dschungelcamp“-Jubiläumsausgabe „Ich bin ein Star – Showdown der Dschungel-Legenden“ auf RTL teilnimmt, hat in der Show offen darüber gesprochen, dass sie asexuell lebt. Sie möchte keinen Sex mehr haben.
Für Asexualität steht das A in LSBTQIA+. Von vielen wird es auch „ace“ genannt und ist eine Form der Sexualität, die bei allen Sexualitäten vorkommen kann. Doch was bedeutet es und was gibt es darüber zu wissen? Das haben wir euch hier in diesem Artikel zusammengefasst.
Was ist überhaupt Asexualität?
Einfach ausgedrückt, empfindet ein asexueller Mensch keine sexuelle Anziehung. Dabei spielt das Geschlecht des anderen Menschen keine Rolle. Auch das Gegenteil, also eine sexuelle Anziehung zu empfinden, hat einen Namen: allosexuell.
Doch wie üblich gibt es nicht nur eine einfache Antwort. Denn Asexualität existiert in vielen Formen und Farben, nicht jeder hat eine komplette Abneigung und das heißt auch nicht, dass Sex mit Zustimmung unmöglich ist. Für den Menschen kann dann zum Beispiel das Erfüllen des Bedürfnisses des Partners eine Freude sein.
Welche Arten von Asexualität gibt es?
Insgesamt unterscheidet man aktuell zwischen fünf Arten von Asexualität: asexuell, grau-asexuell, demisexuell, fraysexuell und aceflux. Doch was heißt das? Wenn man von asexuell nicht als Oberbegriff spricht, dann heißt das, dass die Person generell keine sexuelle Anziehung empfindet.
Grau-asexuell hingegen schließt das nicht komplett aus, aber die Person hat entweder weniger Verlangen nach Sex oder nur unter bestimmten Umständen. Dabei gibt es verschiedene Abstufungen.
Für manche Menschen ist auch eine emotionale Bindung wichtig. Demisexuelle Menschen empfinden erst dann ein sexuelles Bedürfnis mit einer Person, wenn es eine starke Verbindung zwischen ihnen gibt.
Das genaue Gegenteil von Demisexualität ist fraysexuell: Je mehr man mit einer Person eine Bindung aufbaut, desto mehr verflacht das sexuelle Interesse.
Komplexer wird es bei aceflux: Die Person empfindet manchmal ein stark sexuelles Verlangen, mal keins und dann irgendwo dazwischen. Oft sind es entweder äußere Faktoren oder phasenweise, dass sich das ändert.

Das ist die Pride Flag für den Oberbegriff Asexualität. Schwarz für Asexualität, Grau für die verschiedenen Abstufungen, Weiß für Allosexualität und Lila für die Gemeinschaft.
CSD Deutschland /FlaggenlexikonAsexuell oder doch aromantisch?
Unter „ace“ versteckt sich aber noch mehr als Asexualität: Manche Menschen können auch kein romantisches Empfinden aufbauen. Das nennt sich aromantisch.
Auch hier gibt es verschiedene Abstufungen: Manche bauen nur eine Beziehung mit intellektuellen Menschen, andere mit emotional nahen Menschen oder gar keine auf. Es gibt Menschen, die haben nur ein Bedürfnis nach nicht sexuellen Gesten wie kuscheln oder umarmen.
