46-Minuten-Statement
: Kim Virginia redet viel und sagt nichts

Nach tagelangem Schweigen hat sich Kim Virginia Hartung jetzt ausführlich zu Wort gemeldet. Doch viele Fans sind nach dem Statement enttäuscht.
Von
Daniela Westermayer
Berlin
Jetzt in der App anhören
Kim Virginia hat sich in fünf Reels an ihre Followerinnen und Follower gewandt.

Kim Virginia hat sich in fünf Reels an ihre Followerinnen und Follower gewandt.

instagram.com/kimvirginiaa

Kim Virginia Hartung sorgte in den vergangenen Wochen für allerhand Schlagzeilen. Nachdem am Sonntagabend bekannt geworden war, dass die Influencerin ihr Baby verloren hat, verschwanden sie und ihr Ex-Verlobter Nikola Glumac tagelang von der Bildfläche. Viele Fans und Kollegen zweifelten die Geschichte an, auch Änderungen auf Instagram gaben Rätsel auf.

Jetzt hat sich die 30-Jährige auf Instagram zurückgemeldet – und das mit einem rund 46-minütigen Statement. Fans hofften in den fünf Reels Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, allem voran Beweise für die Schwangerschaft und den tragischen Verlust. Doch da wurden sie enttäuscht.

Was erzählt Kim Virginia in ihrem Statement?

Seit dem Bekanntwerden der Schwangerschaft hatte es Zweifel daran gegeben. Immer wieder wunderten sich Fans, warum Kim nie ihren Bauch zeigte oder auch, dass dieser teilweise kleiner oder verschwunden zu sein schien. Als Nikola die Stillgeburt öffentlich machte, sahen sich viele in ihren Vermutungen bestätigt.

In ihrem Statement erklärt Kim top gestylt und strahlend zunächst, dass es ihr in den vergangenen Tagen nicht so gut gegangen sei. Sie nehme ja seit zwei, drei Wochen Antidepressiva: „Jetzt geht’s wieder und ich musste mich gleichzeitig um meinen Umzug kümmern, der ja jetzt ansteht.“

Es folgen rund 46 Minuten, aufgeteilt in fünf Reels. Eine ausführliche Zusammenfassung würde hier absolut den Rahmen sprengen, daher hier die wichtigsten Punkte:

  • Die Social-Media-Auszeit begründet sie mit ihrem Umzug und dem Hass im Netz.
  • Sie habe sich bewusst zurückgehalten, um sich und ihr Kind zu schützen.
  • Kim möchte keine Opferrolle einnehmen oder Mitleid.
  • Sie betont mehrfach, dass nur Nikola und sie die Wahrheit kennen würden und viel über so manche Geschichten gelacht haben.
  • Sie habe die Schwangerschaft nicht aus kommerziellen Gründen erfunden und erklärt, dass sie dadurch sogar Shows absagen musste. Zudem habe sie etliche Insta-Kooperationen abgelehnt. Auch ihre gestiegene Follower-Zahl habe sie nicht für Deals genutzt.
  • Einen Mutterpass habe sie nicht, daher könnte sie den auch nicht zeigen.
  • Kim erklärt Ungereimtheiten zur Babyparty, wie etwa den kaputten Kuchen.
  • In dem Zug erklärt sie auch, dass sie davon ausgehe, dass der Großteil ihrer Followerinnen und Follower intelligent genug sei, das zu verstehen.
  • Kim geht auf ein Gerücht ein, sie sei am Flughafen mit Fake-Babybauch erwischt worden und erklärt, als ehemalige Flugbegleiterin wisse sie, was man ja mitnehmen dürfe.
  • Zudem betont sie, dass sie ihre Privatsphäre wahren und Persönliches auf ihre eigene Art und Weise verarbeiten dürfe.
  • Sie erklärt ihre Art zu trauern mit einem Vorfall aus ihrer Schulzeit, nachdem sie eine Essstörung entwickelt habe und es zur Opfer-Täter-Umkehr gekommen sei.
  • Unter Tränen erwähnt sie, dass eine ihr nahestehende Person ebenfalls eine Stillgeburt erlitten habe.
  • Kim schwärmt davon, was für ein herzensguter Mensch Nikola sei.
  • Sie erklärt, dass der Vorfall (Tritt in den Magen, der zur Totgeburt führte) polizeilich geklärt werde.
  • Kim offenbart, dass der Grund für ihre Trennung eine Panikattacke bei ihm gewesen sei. Sie könne das zwar verstehen, aber zweifle daran, dass diese vier Tage gedauert habe.
  • Sie hätte ihn im Krankenhaus gebraucht und er habe sie im Stich gelassen.
  • Zum Schluss erklärt Kim noch, dass er ihr derzeit bei ihrem Umzug helfe.

Fans sind nach Statement enttäuscht und genervt

Man kann nach diesen rund 46 Minuten auf jeden Fall sagen, dass Kim sehr viel erzählt hat. Aber inhaltlich hat sich die Influencerin nur wenig bis gar nicht zu den relevanten Fragen geäußert. Die Fans sind enttäuscht, einige sogar sauer – und es gibt neben empathischen Kommentaren wieder sehr viele kritische.

„So viel Gerede, null Mehrwert“, fasst ein User zusammen. „Sie redet und redet... und sagt doch nix!!! Sie redet sich um Kopf und Kragen“, stimmt eine andere zu. „Du laberst, aber was nun wirklich passiert ist, laberst du nicht“ und „Wie kann man so viel sprechen und dabei so wenig sagen“, kritisieren weitere Fans. Ein anderer ist enttäuscht: „Wieder keine Infos.“

Eine Nutzerin erklärt nach den ersten vier von fünf Reels: „Ich habe mir jetzt alle vier Teile angehört und es gab nicht einen Satz, wo irgendwas aufgeklärt wurde.“ Auch nach dem fünften Video haben viele Followerinnen und Follower immer noch Fragezeichen im Kopf: „Sie hat eigentlich nichts gesagt, was wir nicht bereits von ihr wussten! Nichts!!!“, echauffiert sich beispielsweise eine.

Weiterhin Zweifel an Kims Glaubwürdigkeit

Während es zahlreiche empathische und verständnisvolle Kommentare aus ihrem „Puppenstüble“ gibt, äußern sich ebenso viele weiterhin kritisch.

Eine Sache, die mehreren komisch erscheint, ist der nicht vorhandene Mutterpass. So erklären etwa Userinnen, dass es in Dubai zwar keinen physischen wie in Deutschland gebe, aber dafür eine Bestätigung vom Arzt sowie eine digitale Akte.

Auch die Aussage zu Antidepressiva, die Kim ja seit kurzem nehme, irritiert so manchen Fan. Einige sind der Meinung, nach dieser kurzen Zeit könne es einem noch nicht derart gut gehen.

Als Fazit kann man sagen: Das Statement hat bei weitem nicht zur Aufklärung geführt. Die Kritiker sind nach wie vor davon überzeugt, dass die 30-Jährige lügt. Gleichzeitig scheint es einige zu geben, die ihr nach den Videos nun doch Glauben schenken. Es ist wohl so, wie Kim es selbst sagt: Die Wahrheit kennen nur Nikola und sie...