Göppingen, Geislingen, Heidenheim Warnstreik: Verdi ruft Busfahrer zur Niederlegung der Arbeit auf

Am Dienstag und Mittwoch sind Busfahrer in der Region erneut zum Warnstreik aufgerufen.
Am Dienstag und Mittwoch sind Busfahrer in der Region erneut zum Warnstreik aufgerufen. © Foto: Symbolbild, dpa
Heidenheim/Göppingen / swp 11.02.2019
Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr müssen ab Dienstag wieder mit Einschränkungen rechnen: Die Gewerkschaft Verdi ruft die Busfahrer zum Warnstreik auf – betroffen ist auch die Region.

Vor der dritten Verhandlungsrunde soll der Druck noch einmal erhöht werden. Ab Dienstag ruft die Gewerkschaft Verdi Busfahrer im privaten Omnibusgewerbe in Baden-Württemberg zum Warnstreik auf. Am Dienstag sollen die Busse im Raum Heidenheim in den Depots bleiben. Am Mittwoch sind die Beschäftigten in Reutlingen, Tübingen, Göppingen und Geislingen sowie in Karlsruhe zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

„Die Arbeitgeber behaupten, ein Fahrer verdiene bis zu 4000 Euro brutto. Sie verschweigen, dass dies selbst in der höchsten Lohngruppe nur mit etlichen Nacht- und Sonntagsschichten oder über 50 Überstunden im Monat möglich ist. Ohne Extraschichten und Überstunden lassen sich selbst die 3000 Euro nicht knacken“, sagt Verdi-Verhandlungsführer Andreas Schackert.

Gewerkschaft: Wir sind gesprächsbereit

Mit der zweiten Warnstreikwelle will die Gewerkschaft „noch nötige“ Bewegung in die Gespräche bringen. „Wir nehmen die Arbeitgeber beim Wort. Mit bis zu 4000 Euro brutto im Monat bei Einhaltung der tarifvertraglichen Arbeitszeit können wir sofort einen Abschluss machen. Dazu sind wir jederzeit gesprächsbereit“, erklärt Schackert.

Seit 31. Januar hatten in den Regionen Göppingen und Geislingen, Tübingen, Schorndorf, Waiblingen und Backnang, sowie Reutlingen, Heilbronn, Schwäbisch Hall, Ellwangen, Ludwigsburg und Böblingen Beschäftigte jeweils für einen Tag die Arbeit niedergelegt. In der zweiten Verhandlungsrunde am vergangenen Donnerstag hatte der Verband Baden-Württembergischer Omnisbusunternehmer (WBO) 5,8 Prozent in drei Stufen bei einer Laufzeit von drei Jahren angeboten.

Verdi fordert 5,8 Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit, der Abstand zum Tarifvertrag des kommunalen Nahverkehrs (TV-N) soll spürbar verringert werden. Betroffen sind von den Verhandlungen rund 9000 Beschäftigte der privaten Omnibusunternehmen in ganz Baden-Württemberg. Eine dritte Verhandlungsrunde wurde für den 18. Februar vereinbart.

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