Die Region am Bodensee ist am Samstag von heftigen Gewittern heimgesucht worden. Besonders über der Stadt Überlingen tobte ein schweres Unwetter. Wie die Polizei mitteilte, trat nahe dem Zentralfriedhof der Nellenbch über die Ufer und überschwemmte den nahe gelegenen Busbahnhof. Auch zwei Bahntunnel, eine Gärtnerei und mehrere Keller standen unter Wasser.

Der Bahnverkehr dem Bericht der Polizei zufolge wurde bis auf weiteres in Absprache mit der Bundespolizei gesperrt. Der Fahrzeugverkehr wurde durch die Polizei sowie den Werkhof der Stadt Überlingen umgeleitet. Die Behörden zählten in den Landkreisen Konstanz und Bodenseekreis Dutzende wetterbedingte Einsätze. Die Feuerwehr hatte pausenlos zu tun. Es wurde niemand verletzt.

Von Seiten des Polizeipräsidiums Konstanz hieß es, dass: „entsprechend der amtlichen Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes (...) zwischen 20:50 Uhr und 00:00 Uhr eine Unwetterfront von Süd nach Nord über den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Konstanz hinweg“ gezogen sei.

Insbesondere Konstanz und Bodenseekreis betroffen

Insbesondere die Landkreise Konstanz und Bodenseekreis waren von Starkregen und Windgeschwindigkeiten bis etwa 80 Km/h betroffen. Hierbei handelte es sich hauptsächlich um Meldungen hinsichtlich umgestürzter und auf der Fahrbahn befindlicher Äste und Bäume. Vereinzelt wurden Fahrzeuge durch herabfallende Äste beschädigt. Wie hoch der Schaden im Bereich des Polizeipräsidiums Konstanz ist, war noch unklar.

Blitze und Regen auch in Ulm

Auch in Ulm verfinsterte sich der Himmel gegen 22 Uhr deutlich und immer wieder zuckten Blitze am Himmel über der Donaustadt. Gegen 23 Uhr aber kamen erst ergiebige Regenschauer.

Auch über Ulm verfinsterte sich der Himmel am Samstagabend. Ein Unwetter wie in Überlingen am Bodensee aber blieb der Donaustadt erspart.
© Foto: Tobias Knaack

Genfer See: Frau kentert mit Boot und stirbt

Ein schweres Unwetter im Osten Frankreichs und in der Schweiz hat am Samstag zwei Menschenleben gefordert. Eine Touristin kam nach Angaben der Agentur SDA ums Leben, als ein Ausflugsboot am späten Nachmittag wegen des Sturms kenterte. Woher die Frau stammte, wurde nicht mitgeteilt. Sie seien von dem Unwetter überrascht worden, sagte ein Mann, der mit ihr auf dem Ausflugsboot war. Das Unwetter sorgte zudem in Genf für schwere Schäden. Auch im Westen der Schweiz hagelte es, der Wind erreichte laut der Schweizer Meteorologiebehörde Geschwindigkeiten von bis zu 110 km/h.

Deutsche wird in Taninges von baum erschlagen

Die Unwetter wüteten am Samstagnachmittag vor allem in der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes. In der Gemeinde Roman-Sur-Isère im Département Drôme verwandelten sich die Straßen nach gewaltigen Hagelschauern in Sturzbäche, wie das Rathaus mitteilte. Dutzende Menschen wurden durch Tennisball-großen Hagel verletzt, Häuser beschädigt.

In Frankreich wüteten starke Unwetter am Samstagabend. In vielen Regionen fanden am Samstag Aufräumarbeiten statt.
© Foto: DPA

Eine deutsche Urlauberin wurde am Samstag auf einem Campingplatz der französischen Stadt Taninges während eines Sturms von einem Baum erschlagen. Die 51-Jährige sei in ihrem Wohnwagen gewesen, als der Baum auf das Gefährt krachte, berichtete der Radiosender France Bleu auf seiner Webseite. Taninges liegt wenige Kilometer südlich des Genfer Sees.

Die Familie des Opfers werde psychologisch betreut und sei wie alle anderen Gäste des Campingplatzes im Gemeindehaus des Städtchens im ostfranzösischen Département Haute-Savoie untergebracht worden. Woher in Deutschland die 51-Jährige kam, war zunächst unbekannt.

Wetter in Baden-Württemberg zum Start der Woche wechselhaft

Auch in der nächsten Woche wird das Wetter im Südwesten alles andere als stabil-sommerlich. Es wird erneut launisch und wechselhaft. So scheint am Montag zwar zunächst die Sonne im Land, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Aber in der zweiten Tageshälfte dürften Wolken aufziehen. In höheren Lagen könnte es Schauer und Gewitter samt Sturmböen geben. Die Höchsttemperaturen steigen indes auf bis zu 29 Grad.

In der Nacht zum Dienstag zeigen sich demnach kaum Wolken. Tagsüber scheint die Sonne in weiten Teilen Baden-Württembergs. Nur wenige Wolken kommen auf. Es bleibt trocken bei Höchstwerten von 25 bis 31 Grad. Die Nacht zum Mittwoch bleibt nach Angaben des DWD ebenfalls klar. Tiefstwerte liegen zwischen 17 und 12 Grad. Der Mittwoch startet sonnig, die Temperatur steigt auf 27 bis 32 Grad. Im Laufe des Tages ziehen im Bergland aber Wolken auf. Dort könnte es Schauer und Gewitter geben.

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