Samstagmorgen, neun Uhr in Ulm: Am Roxy stehen mehrere Polizeiautos, ein Großaufgebot an Beamten ist im Einsatz. Von hier aus startet eine Demonstration von Fans des FC Heidenheims in Richtung Stadt.

Im Vorfeld des DFB-Pokalspiels, das am Nachmittag in Ulm stattfindet, wurden gegen sieben bekannte Heidenheimer Fans Aufenthaltsverbote in der Stadt ausgesprochen. Sie waren bei anderen Spielen aufgefallen. Gegen dieses Aufenthaltsverbot demonstrierten die FCH-Anhänger. „Wir bekommen eine Gefahrenprognose der Polizei“, erklärt Rainer Türke, Leiter der Abteilung „Sicherheit, Ordnung und Gewerbe“ den Vorgang. Anhand dieser Prognose entscheide man, ob Aufenthaltsverbote verhängt werden. „Bei Spielen gegen Mannheim oder Reutlingen haben wir das auch immer so gemacht“.

Demo der FCH-Fans verläuft friedlich

Die etwa 100 Teilnehmer liefen an der Donau entlang durch das Fischerviertel in Richtung Hirschstraße. Vor dem QMuh machen sie Halt für eine weitere Kundgebung. „Ihr habt das Recht hier zu sein, weil ihr Teil unserer Fanszene seid“, sagte der Gruppensprecher der Demo dort und spracht die Mitglieder, die von dem Aufenthaltsverbot betroffen sind, direkt an.

Die Polizei sperrte kurzzeitig die Neue Straße, damit die FCH-Fans entlang der Donau zurück geleitet werden konnten. Gegen halb elf löste sich die Demo auf und die Teilnehmer fuhren nach Hause. Dazu hatte zuvor auch der Demo-Sprecher aufgerufen: „Steigt in eure Autos, fahrt nach Hause, bleibt nicht in Ulm!“

Türke zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Demo. Der Versammlungsleiter der Heidenheimer Demonstranten sei sehr kooperativ gewesen. Für die Polizei sie die Demo allerdings mit einem sehr hohen Aufwand verbunden gewesen.

Spiel Ulm gegen Heidenheim beginnt um 18.30 Uhr

Das Polizeiaufgebot in Ulm bleibt jedoch hoch. Am Nachmittag werden die ersten Heidenheimer Fußballfans in der Stadt erwartet. In einem sogenannten Entlastungszug sollen rund 400 ankommen. Etwa 2500 FCH-Anhänger werden erwartet. Das Donaustadion ist nahezu ausverkauft, für Ulmer Fanblock gibt es noch rund 100 Karten an der Tageskasse.

Im Vorfeld der Partie hatten die beiden Trainer Holger Bachthaler (Spatzen) und Frank Schmidt (FCH) im Interview mit der Sportredaktion der SÜDWEST PRESSE betont: „Es soll ein friedliches Fußball-Fest werden“.

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Ulm/Heidenheim