Zahlreiche Fans empfingen Jan Frodeno am Montag vor Sport Sohn in Ulm mit lautem Jubel. Frodeno reiste zum 50. Jubiläum des Sportgeschäfts zur Pressekonferenz und anschließenden Autogrammstunde mit den Fans an. Knapp zwei Wochen zuvor, am 12. Oktober, hatte der 38-jährige gebürtige Kölner zum dritten Mal den „Ironman“ auf Hawaii gewonnen. Das bedeutet: 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und 42,3 Kilometer laufen. Das hat der Triathlet in genau 7 Stunden, 51 Minuten und 13 Sekunden geschafft – und damit einen neuen Weltrekord aufgestellt.

Wie gewinnt man den „Ironman“?

Vielleicht ist der Triathlon auf Hawaii einer der härtesten überhaupt: „Es war windig und zu Beginn hat es geregnet. Wenn dann plötzlich die Sonne brutzelt, ist die Luftfeuchtigkeit bei fast 100 Prozent“, erzählte Jan Frodeno dem Publikum. Trotzdem spricht er von „seinem perfekten Rennen“.

Seine Devise: kein Verzicht und viel Disziplin. Mittlerweile, so der Weltmeister, verzichte er auf den Verzicht. Deshalb habe es auch nichts gegeben, das er sich nach dem Sieg gönnen musste. „Da freue ich mich eher, meiner Familie und meinen Freunden etwas zu geben oder für das Tierheim zu spenden“, sagt der Profisportler.

Ohne Disziplin geht aber auch nichts. Jan Frodeno meint, Disziplin kommt mit einem Ziel: „Wenn man das hat, kommt die Disziplin automatisch.“

Zahlreiche Fans beim Sport Sohn - darunter einige Triathleten

Im anschließenden Gespräch mit anwesenden Fans sprach Frodeno unter anderem von seiner Verbindung zur Region. Seinen Anfang habe alles beim ALZ Sigmaringen genommen. Er erzählte, wie er nur mit seinem Rucksack aus Afrika anreiste und ein Zimmer und das Triathlon-Equipment vom Verein bekam. Der Sportler ist nämlich in Kapstadt aufgewachsen und wohnt mit seiner Familie nun halbjährlich in Australien und in Spanien. Über das Jetset-Leben und die vielen Termine der letzten Wochen sagt der Sportler: „Leute kommen durch mich zum Sport. Das ist es, was dieses Leben mir gibt.“

Unter seinen Fans vor dem Sportgeschäft waren auch einige Triathleten, die sich ein Autogramm sichern wollten. Annette aus Blaustein und Velentina aus Dornstadt sind Triathletinnen beim ASC Ulm/Neu-Ulm. Sie trainieren meist zwei Mal am Tag sechs Mal die Woche. Trotzdem geht es den beiden nicht um die Zeit, die am Ende auf der Stoppuhr steht. „Dabei sein ist bei der Sportart echt alles. Hauptsache man finished das Ding“, sagt Annette und lacht. Letztendlich beschreiben die Sportlerinnen den Triathlon als Sucht: „Am Anfang ist es schwer, aber dann wird man süchtig.“

Dieser Artikel ist in Kooperation mit cityStories Ulm entstanden.

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