Der Streit um den Standort einer neuen Batterie-ForschungsfabrikUlm oder Münster – geht weiter. Jetzt ist offenbar ein Schreiben aufgetaucht, aus dem klar hervorgeht, dass Ulm bevorzugt war, aber Münster den Zuschlag bekam.

Das Bundesforschungsministerin (BMBF) von Anja Karliczek (CDU) hatte bei der Standortwahl Anfang 2019 eine Gründungskommission eingesetzt. Jetzt liegt dem Tagesspiegel nach eigenen Aussagen ein Empfehlungsschreiben vor, in dem sich die Wirtschaftsexperten mehrheitlich für einen Standort aussprechen – und zwar Ulm. Das BMBF und Karliczek hatten dies bisher stets dementiert und behauptet, die Kommission habe keine Empfehlung für einen konkreten Standort abgegeben.

Lückenlose Aufklärung des Vorgangs gefordert

In den Streit schaltet sich jetzt auch die Ulmer Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis (SPD) ein. Sie fordert eine lückenlose und transparente Aufklärung des Vorgangs. „Ich erwarte endlich eine eindeutige Erklärung über die Standortwahl und keine halbgaren Ausflüchte mehr.“ Sollte die Ministerin weiterhin keine nachvollziehbare Erklärung liefern können, müsse sich zumindest der Ausschuss für Bildung und Forschung intensiv mit dem Sachverhalt auseinandersetzen.

Unmut über Entscheidung von Karliczek

Zur Enttäuschung von Politik, Forschung und Wirtschaft im Südwesten hatte sich Karliczek für Münster, ihre Heimatregion, als Standort für eine mit 500 Millionen Euro geförderte Batterieforschungs-Fabrik entschieden. Das hatte für Unmut gesorgt.

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