Ulm / kö Die Stadt setzt nächste Woche die im Herbst beschlossene einspurige Verkehrsführung am Bahnhof um: dauerhaft bis Jahresende.

Die Stadt setzt nächste Woche die im Herbst beschlossene einspurige Verkehrsführung am Bahnhof um: dauerhaft bis Jahresende. Autofahrer können dann über die Friedrich-Ebert-Straße nicht mehr stadtauswärts fahren.

Das war zuletzt schon für zwei Wochen im Februar bis 1. März zur Umlegung der Straßenbahngleise auf den Tiefgaragendeckel der Fall, außerdem im Spätsommer 2018. Die Stadt will so mehr Platz für ein Baufeld zwischen Bahnhof und Sedelhöfen schaffen, um die Bahnhofspassage bis zur Eröffnung des neuen Einkaufszentrums im März 2020 termingerecht und ohne Vertragsstrafe gegenüber dem Hamburger Investor DC Developments fertigzustellen.

Auf Höhe Telekom wurde die Wendemöglichkeit sofort wieder gestrichen. Das hat Vor- und Nachteile.

Kostenloser Nahverkehr am Wochenende

Die Sperrung wird am Sonntag eingerichtet und ist von Montag, 1. April, an wirksam. Um die Verkehrsverhältnisse in der City vor allem an Einkaufssamstagen zu entspannen, gilt dann der ebenfalls vom Gemeinderat beschlossene kostenlose Nahverkehr. Beginn: 6. April, ebenfalls bis Jahresende. So soll für Stadtbewohner ein Anreiz geschaffen werden, das Auto zuhause stehen zu lassen, so dass auch mehr Stellplätze in der Parkhäusern frei sind. Für Auswärtige gibt es Park and Ride mit den entsprechenden P+R-Plätzen. Darüber und über die Kampagne „Ulm ist erreichbar“ informiert für die Stadt OB Gunter Czisch

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Verkehrslotsen im Einsatz

Die Verkehrsführung lässt sich relativ leicht wiederherstellen, zumal die Umleitungsschilder von Februar noch stehen und lediglich vorübergehend durchgestrichen wurden. Weil es sich gezeigt hat, dass die Autofahrer dennoch vor allem an den ersten Tagen falsch fahren, hat die Stadt wieder Lotsen im Umfeld von Bahnhof, Telekom, Post und Theater im Einsatz: am 1. April in der Zeit von 6.30 Uhr bis 18.30 Uhr. Als Entgegenkommen gegenüber IHK und Handel in Sachen Erreichbarkeit hatte das Rathaus die Engstelle im März vorübergehend nochmal aufgemacht – so dass man eben auch wieder in Richtung Ehinger Tor aus der Stadt herausfahren konnte. Nun gelten wieder die Ausfahrtrouten über Neutorstraße und Karlstraße, Frauenstraße und Neue Straße, Olgastraße und Münchner Straße und dann über die ebenfalls eingeschränkt befahrbare Gänstorbrücke nach Neu-Ulm. Die Verkehrssituation ist in den ersten Tage der Umstellung meist stark angespannt und pendelt sich danach etwas ein.

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