Die CDU-Bundestagsabgeordnete Ronja Kemmer verteidigte eine Reise in den Oman, die sie im Dezember 2018 mit zwei weiteren Abgeordneten unternommen hatte.
Wie zuerst der „Spiegel“ berichtete, hatten sich Kemmer, Christoph Ploß (CDU) und Wolfgang Stefinger (CSU) in das arabische Sultanat einladen lassen. Demnach habe die Botschaft des Sultanats die Kosten von knapp 5.500 Euro übernommen.

Reise bisher nicht öffentlich gemacht

Es habe sich dabei um eine Dienstreise gehandelt, sagte sie der „Schwäbischen Zeitung“ am Samstag in einem Interview. Die Reise sei der Bundestagsverwaltung gemeldet worden. Durch ein Versehen sei die Summe einem Teilnehmer zugeordnet und nicht auf alle aufgeteilt worden. Sie habe für die Reise keine Gegenleistung erbracht. Vielmehr habe sie in ihrer Funktion als Mitglied des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung daran teilgenommen.
Sie habe nicht den Eindruck der Intransparenz erwecken wollen, sagt Kemmer im Interview. Warum sie die Reise aber bisher nicht öffentlich gemacht hat, ließ sie unbeantwortet.