Kirche Reiterprozession und mahnende Worte zum Heilig-Kreuz-Fest

© Foto: Oliver Schulz
Ulm / vs 15.09.2018

Hoch zu Ross sind gestern die Teilnehmer der Reiterprozession durch das Tor des Wiblinger Klosterhofs gekommen. Aus der Gögglinger Kirche hatten sie den kleinen Teil vom Kreuz-Partikel im Gepäck, den die Wiblinger Mönche 1803 dem Dorf überlassen hatten. Anlass des feierlichen Ritts war das Heilig-Kreuz-Fest, mit dem die Katholiken am 14. September an das Sterben Jesu erinnern. Dekan Ulrich Kloos segnete die rund 50 Reiter und Pferde mit der Wiblinger Heilig-Kreuz-Reliquie. Im Festgottesdienst in der Klosterkirche ging Kardinal Walter Kasper auch auf aktuelle Themen ein wie den Umgang mit Missbrauchsfällen in der Kirche: „Die Wahrheit muss offengelegt werden, das ist der unerlässliche erste Schritt zu Umkehr und Erneuerung.“ Und er fand deutliche Worte zur Debatte über Flüchtlinge: „Europa ist heute in Gefahr, die geistliche Grundlage seiner Kultur zu vergessen und oft genug auch zu verraten. Das ist der tiefste Grund der Krise Europas. Ich habe nicht Angst wegen der Muslime, die heute unter uns wohnen; ich habe Sorge  wegen der Lauheit von uns Christen, die sich weniger am Kreuz als am Euro orientieren“, mahnte Kasper.

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