Nach Meinung der Ulmer Ärzteinitiative sollten olympische Veranstaltungen nicht in radioaktiv belasteten Regionen ausgetragen werden. Sie unterstützt deshalb die Kampagne „Tokyo 2020 – The Radioactive Olympics“ und ruft zur Teilnahme an einer Unterschriftenaktion auf.

Im Rahmen der im Juli und August stattfindenden olympischen Sommerspiele haben die Veranstalter demnach geplant, 50 Kilometer vom havarierten Atomkraftwerk Fukushima entfernt Baseball- und Softball-Wettkämpfe auszutragen. Zudem solle der olympische Fackellauf am 26. März durch radioaktiv belastete Regionen führen.

„Dies lehnen wir ab“, schreibt die Ärzteinitiative. Insgesamt solle die Ausrichtung der olympischen Spiele 2020 in Tokio auf der Welt den Eindruck hinterlassen, der Super-Gau von Fukushima sei vorbei. „Leider ist dem nicht so. Die Reaktoren strahlen immer noch lebensbedrohlich.“ Die japanische Regierung habe entgegen geltender internationaler Strahlenschutzregeln die Grenzwerte für die betroffene Bevölkerung von 1 Mikrosievert auf
20 Mikrosievert erhöht.

Info Die Unterschriftenaktion ist an das Internationale Olympische Komitee (IOC) und an die japanische Regierung adressiert. www.openpetition.de/petition/online/keine-olympischen-wettbewerbe-in-radioaktiv-kontaminierten-regionen