Erstmals seit dem Prozessauftakt am 12. Oktober haben sich die beiden Angeklagten im Mordprozess Veltlinerweg geäußert.

Zusammengefasst geben beide zu, von dem Einbruch am Eselsberg in Ulm gewusst und auch den Tipp dafür gegeben zu haben, mit dem Mord an dem 59-jährigen Bewohner wollen sie aber nichts zu tun haben. Vielmehr sagen sowohl die Frau als auch der Mann, dass sie beide zur Tatzeit in der Nacht auf den 6. Januar nicht mit in der Wohnung waren, sondern im Auto etwa 500 Meter entfernt gewartet hätten.

Angeklagte: Tipp für Einbruch

Ihr aus Dortmund angereister gemeinsamer Freund sei in Geldnot gewesen und habe nach einem geeigneten Objekt für einen Einbruch gesucht. Nachdem bei zwei Einbrüchen keine Beute gemacht wurde, habe die früher für einen Wohltätigkeitsverband arbeitende Frau ihre ehemalige Kundenliste durchgeschaut, und den Tipp für die Wohnung am Eselsberg gegeben.

Mord in Ulm: Ehepaar beschuldigt andere

Das Ehepaar beschuldigt diesen Freund und einen weiteren Bekannten, von denen einer nach der Flucht in Israel verhaftet wurde und dort seither in Auslieferungshaft sitzt. Die eigentliche Tat schreiben sie dem vierten Mann zu, der in seinem Heimatland Georgien aber abgetaucht ist. Er soll den 59-Jährigen niedergeschlagen und tödlich verletzt haben.

Der Prozess geht am kommenden Mittwoch weiter. Dann will das Gericht die beiden Angeklagten zu ihrer ersten Einlassung befragen.

Mordprozess: Aussagen der Angeklagten verschoben

Ursprünglich war bereits am 20. April davon ausgegangen, dass das angeklagte Ehepaar erstmals aussagen würde. Damals sprach die Verteidigung jedoch von einem Missverständnis und verwies auf den 8. Mai.

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