Mit Blick auf nicht erreichte Wachstumsziele hat Liqui Moly nun die Mitarbeiterprämie ausgesetzt. Für die zwei Jahre zuvor hatte Firmenchef Ernst Prost eine spektakuläre „Siegesprämie“ von je 11.000 Euro bezahlt. Für 2018 gibt es 2000 Euro, die Prost demnach freiwillig als „Geschenk“ bezahlt. Nach den Regeln für die Bonuszahlung hätte er ganz auf die Ausschüttung verzichten können, bestätigte Firmensprecher Tobias Gerstlauer. Somit wurden diesmal zwei Millionen Euro an die Belegschaft ausgeschüttet.

Turbulenzen in der Wirtschaft

Gründe für die geringe Prämie sind wirtschaftliche Probleme weltweit: der Brexit, der Handelsstreit mit den USA oder die Lage in Ländern wie China und Venezuela.

Auch der heiße Sommer 2018 machte Liqui Moly zu schaffen, da durch den niedrigen Stand auf dem Rhein der Schiffsverkehr unterbrochen wurde, mussten Lastwagen den Transport des Rohöls übernehmen. Dadurch stiegen die Transportkosten. Der Umsatz war daher nur um zwei Prozent auf 544 Millionen Euro gestiegen. Das Unternehmen ist dennoch ausgesprochen renditestark und kommt ohne Kredite aus.

Mehr Ausgaben für Markenbekanntheit

Zuletzt wurde das Sportsponsoring deutlich ausgebaut, beispielsweise mit dem Einstieg bei den Chicago Bulls und der Rückkehr in die Formel 1. Die Ausgaben für die Markenbekanntheit von Liqui Moly erhöhten sich somit auf rund 21 Millionen Euro. Die Mitarbeiterzahl wuchs weiter um 24 auf 848. Ernst Prost hatte das Unternehmen 2018 an den Würth-Konzern verkauft, bleibt jedoch Geschäftsführer.

Einen Großteil seines Umsatzes macht das Unternehmen inzwischen im Ausland.

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Ulm/Neu-Ulm.