Bestürzung und auch Wut – das waren die Reaktionen vieler Ulmer auf die überraschende Nachricht, dass die Kneipe „Glembotzki“ schließen wird. Seit fünf Jahren war die Bar in der Olgastraße Treffpunkt für rauschende Partys, spektakuläre Tischkicker-Turniere oder einfach nur fürs Bier am Feierabend. Bereits im Frühjahr wird damit wohl für immer Schluss sein.

Damit reiht sich das „Glembotzki“ in eine gefühlt endlose Liste ein. Denn egal ob „Linie 1“, „SuCasa“ oder „Citrus“ – viele Ulmer Kult-Kneipen und Diskotheken machten in den vergangenen Jahren die Schotten dicht. In diesem Jahr könnte auch das „Swobsters“ in der Frauenstraße noch folgen.

Stadt sieht Situation entspannt

Herrscht in Ulm also mittlerweile Ebbe im Nachtleben? Die Stadt widerspricht dieser Auffassung vehement. „Der Eindruck der Bürgerdienste ist, dass die Zahl von Bars und Diskotheken nicht rückläufig ist“, sagte eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage.

Für diese Annahme spricht auch, dass etwa mit der „50/50 Bar“, dem „Rules Club“ oder dem „Gleis 44“ bereits neue Angebote entstanden sind.

Die Gastro-Giganten kommen

Während sich die Barszene also zunehmend im Wandel befindet, herrscht im Ulmer Gastronomie-Betrieb Aufbruchstimmung. Dafür sorgen vor allem die beliebten Restaurant-Riesen „Hans im Glück“ und „Vapiano“.

Beide Unternehmen wollen noch im kommenden Jahr mit einem Franchise-Lokal nach Ulm kommen. Auch die Kaffee-Kette „Starbucks“ hat das Potenzial in der Donaustadt erkannt und am Münsterplatz eine Filiale eröffnet. Ob die Anwesenheit der Gastro-Giganten auf die Ulmer Food-Szene einen positiven Einfluss hat, muss sich aber erst noch zeigen. Schließlich besteht auch die Gefahr, dass die großen Restaurantketten die lokalen Anbieter verdrängen.

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