Der Kinderschutzbund (KSB) Ulm/Neu-Ulm eröffnet offiziell ein Kinderschutz-Zentrum. Damit gehört Ulm zum Kreis von 29 Einrichtungen in Deutschland, die anerkannte Fachstellen für den Schwerpunkt Gewalt gegen Kinder sind. „Es ist eine Auszeichnung für die fachliche Qualität unserer Arbeit im Bereich Beratung und Prävention“, sagt Bettina Müller, die Leiterin des KSB.

Kürzlich hat sich ein Team der Ulmer Einrichtung mit ihrem Konzept und ihren Projekten bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinderschutz-Zentren vorgestellt. Ein Jahr lang haben sich die Ulmer in einem Qualifizierungsprozess darauf vorbereitet. Die Aufnahme erfolgte einstimmig.

Kinderschutz-Zentrum Ulm: Beratung und Präventionsangebote

„Das Kinderschutz-Zentrum ist eine spezialisierte Beratungsstelle mit niederschwelligem Angebot für Kinder und Jugendliche, die von körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt, häuslicher Gewalt oder Vernachlässigung betroffen sind und deren Eltern“, erläutert Müller. Ein weiterer Schwerpunkt sind Präventionsangebote wie Klassenprojekte, Elternabende, Fortbildungen für Fachkräfte und Institutionen.

„Unser Ziel ist es, mehr Beratungsplätze und Präventionsangebote für die Region zu machen“, sagt Bettina Müller. Mit dem neuen Titel sind keine Mittel verbunden – dennoch hofft die Leiterin, die bisherigen Spender und Unterstützer zu halten und neue dazuzugewinnen. Aktuell hat der KSB Ulm 4,25 Stellen, die sich sieben Personen teilen, und vier Honorarkräfte.