Baden-Württembergs Justizminister Guido Wolf (CDU) unterstützt die Einrichtung von Häusern des Jugendrechts im ganzen Land. Diese kümmern sich um Kinder, Jugendliche und Heranwachsende bis 21 Jahre, die Straftaten begangen haben. Er bekenne sich ausdrücklich zur weiteren Förderung der Häuser des Jugendrechts, sagte Wolf der „Heilbronner Stimme“ und dem „Mannheimer Morgen“ (Samstag).

Bisher gibt es vier Einrichtungen im Land - in Stuttgart, Pforzheim, Mannheim und Heilbronn. In Ulm solle das nächste Haus des Jugendrechts den Betrieb aufnehmen. Danach seien Offenburg und Ludwigsburg an der Reihe. In den Einrichtungen arbeiten unter anderem Polizei, Städte, Amtsgerichte, Landratsämter, Integrationsbeauftragte, Agentur für Arbeit und die Jugendhilfe zusammen.

Nach der Strafverfolgungsstatistik wurden 2017 in Baden-Württemberg rund 100.700 Personen schuldig gesprochen, wie die Zeitungen berichten. Bei Jüngeren habe die Zahl der Verurteilungen abgenommen, prozentual am stärksten bei den 14- bis 18-Jährigen. Hier habe sich 2017 die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 7,2 Prozent auf rund 3800 reduziert. In der Gruppe der 18- bis 21-Jährigen habe es 8400 Verurteilungen gegeben, 6,8 Prozent weniger als im Vorjahr.

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