Chöre Interkulturelles Großprojekt: „Wir alle sind das Volk“

Realisiert sein nächstes großes Projekt: Markus Romes.
Realisiert sein nächstes großes Projekt: Markus Romes. © Foto: Markus Romes
Ulm / Magdi Aboul-Kheir 17.10.2018

„Wie geil ist das denn?“, ging Markus Romes durch den Kopf, als er erlebte, wie ein Publikum „vom Rocker bis zur Kopftuchträgerin“ seine Produktion „Leben und leben lassen“ bejubelte. In den vergangenen beiden Jahren hatte sein interkultureller Abend mehrfach für ausverkaufte Häuser gesorgt, und so wollte er die Idee weiterspinnen. Am Sonntag feiert nun im CCU das neueste Groß-Projekt des Ulmer Vereins zur interkulturellen Begegnung in Musik und Gesang Premiere: „Wir alle sind das Volk“.

Romes hat eine „Sehnsucht von unterschiedlichsten Künstlern ausgemacht, gemeinsam ein Kulturprojekt auf die Bühne zu bringen und richtig tolle Stücke zu singen“. Wobei es nicht nur Chorgesang und Weltmusik gibt, sondern auch Theater, Tanz und Wortbeiträge. 120 Mitwirkende aus Baden-Württemberg sind dabei – mit Wurzeln in 26 verschiedenen Ländern.

Auch eine Uraufführung gibt es: „Ein Lied für dieses Land“, vom interkulturellen Orchester gespielt und vom interkulturellen Chor gesungen. Das von Adrian Werum komponierte und von Chris Werneke nach einer Idee Romes’ getextete Lied wurde von den Diskussionen über die Nationalhymne angeregt: Wo steht denn dieses Land? Woher bezieht es seine Kraft? Welche Werte gelten? Wohin wird das Land gehen?

Die Künstler treten mit dem vielfältigen Programm als „Demokratiebotschafter“ auf, sagt Romes. Nach den Ausschreitungen in Chemnitz habe er zwar Zweifel am Titel „Wir alle sind das Volk“ bekommen, aber jetzt betont er ihn umso mehr: „Denn wir alle sind ein Volk auf der Erde.“

Trotz des gesellschaftspolitischen Aspekts ist Romes wichtig, dass es sich um ein hochwertiges Kulturprojekt handelt. Der Bogen der Werke reicht von „Sind so kleine Hände“ bis zu Liedern der „singenden Revolution“ im Baltikum, von aufrüttelnden Kompositionen Mikis Theodorakis’ über einen „interreligiösen Dreiklang“ aus Indien, Bosnien und Israel bis zu „Wonderful World“.

Für weitere Aufführungen von „Wir alle sind das Volk“ bundes- und europaweit (bislang stehen Termine in Ulm, Heidenheim und Aalen fest) werden noch Sponsoren gesucht. Ansprechpartner ist Projektleiter Markus Romes: info@ulminterkulturell.de

Info „Wir alle sind das Volk!“ feiert am Sonntag, 19 Uhr, im CCU Premiere.

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