Industrie Höhn beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung

Ulm / swp 22.09.2018

Der Ulmer Verpackungsspezialist Höhn hat beim Amtsgericht Ulm einen Antrag auf Insolvenz unter Eigenverwaltung gestellt. Wie das Unternehmen gestern mitteilt, läuft der Geschäftsbetrieb in vollem Umfang weiter. Die 206 Beschäftigten wurden bereits im Rahmen eine Mitarbeiterversammlung informiert, ihre Gehälter seien über das Insolvenzgeld abgesichert. Als vorläufigen Sachwalter bestellte das Gericht Arndt Geiwitz. Zudem arbeitet die Geschäftsführung mit dem Rechtsanwaltsbüro Pluta zusammen.

Grund für die Antragstellung seien einerseits Umsatzrückgänge in den vergangenen Monaten, andererseits aber auch notwendige Restrukturierungen, um das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Die Gesellschaft habe bereits ein aus Sicht der Geschäftsführung tragfähiges Sanierungskonzept erarbeitet, das in den kommenden Wochen weiter umgesetzt werden soll.

Schweres Marktumfeld

„Wir werden die Restrukturierung konsequent umsetzen und kostendiszipliniert arbeiten“, erklären die Geschäftsführer Ingbert Schmitz und Sebastian Haug. Um sich zukunftsfähig aufzustellen werde auch in Betracht gezogen, einen strategischen Partner mit in das Unternehmen zu holen. Zuletzt habe sich das Unternehmen mit Sitz im Donautal „in einem schweren Marktumfeld gut behauptet“. Zuletzt betrug der Umsatz des Herstellers von Displays und Verpackungen 25 Millionen Euro.

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