Wenn am Eichenhang die Grundschule neu gebaut wird, müsse sie eine Turnhalle bekommen, ein Gymnastikraum reiche nicht aus. Diese Forderung erneuerte die Grünen-Fraktion bei den Haushaltsberatungen im Gemeinderat und erhielt Unterstützung von der SPD. Wenn schon ein Neubau, dann richtig und in die Zukunft gewandt, sagte Sigrid Räkel-Rehner (Grüne). Bewegung sei für Kinder ebenso wichtig wie Mathe oder Deutsch.

Bürgermeisterin Iris Mann wies entschieden den Eindruck zurück, der Gymnastikraum sei ungeeignet. „Sämtliche lehrplanrelevanten Inhalte sind möglich“, sagte sie. Eine Turnhalle sei nicht nötig. Die Grundschüler vom Eichenhang müssten auch nirgendwo hin transportiert werden, um Sport treiben zu können. Als Kompromiss schlug Mann vor, den Gymnastikraum möglicherweise etwas größer oder höher zu bauen – sofern dazu keine komplette Neuplanung nötig sei, die das Vorhaben verzögern würde. Auch OB Gunter Czisch warnte davor, die bestehenden Pläne über den Haufen zu schmeißen. „Das kostet Zeit, und das gilt es zu verhindern.“

Angesichts des bürgermeisterlichen Kompromissvorschlags beharrten die Grünen nicht auf ihrem Antrag – sehr zum Verdruss ihres Ratsmitglieds Räkel-Rehner. Sie hätte den Antrag gern zur Abstimmung gestellt. Martin Rivoir (SPD) bezeichnete hinterher das Vorgehen als „grünen Populismus“: Publikumswirksam sei der Antrag auf Bau einer Turnhalle gestellt, dann aber „kleinlaut“ wieder zurückgezogen worden.