Temperatur, Blutdruck, Dosierung der Medikamente: Die von Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten geführte, klassische Patientenakte. Seit Anfang des Jahres läuft auf den Stationen im RKU die Aufnahme, Erfassung und Dokumentation von Patienten digital ab. Ärzte, Pflegepersonal und Therapeuten trifft man seither mit Tablets und mobilen PCs an, auf denen das Softwaresystem „VMobil“ von „Advanova“ läuft.

Der Patient im Vordergrund

„Mit Advanova gewinnen wir Zeit, die wir unseren Patienten schenken können“, erklärt Silvana Lamparska, Bereichsleitung Pflege Orthopädie und Zentrum für Integrierte Rehabilitation (ZIR). „Zeit, die wir gerade in der ersten Nachthälfte auf den orthopädischen Stationen sinnvoll einsetzen, um auf die individuellen Bedürfnisse unserer Patienten noch besser eingehen zu können. Bei der Papierakte mussten wir spätestens nach sieben Tagen die Patientenkurve übertragen. Das verursachte oftmals Zeitdruck. Bei der Übertragung konnten zudem Fehler entstehen.“ Die Bedienbarkeit der elektronischen Patientenkurve ist einfach, das System orientiert sich an den alltäglichen Stationsanforderungen und integriert sich reibungslos in den Klinikalltag. Ärzte, Pflegepersonal und Therapeuten können jederzeit nachvollziehen, was beim Patienten angeordnet wurde.
Gerade im Zentrum für Integrierte Rehabilitation (ZIR) sieht Lamparska einen enormen Vorteil. „Rehabilitanden sind nicht mehr gezwungen, bei den täglichen pflegerischen Visitationen dorthin gehen zu müssen, wo sie untergebracht sind.“ Die digitale Patientenkurve lässt sich problemlos in die alltäglichen Behandlungsprozesse integrieren. Das System ist online, aber auch offline für alle im Prozess involvierten Beteiligten abrufbar. Eine Mehrfachdokumentation entfällt Anlässlich der Eröffnung des Klinikhotels RECOVER im Juli vergangenen Jahres hatte die Digitalisierung nach erfolgreicher Einführung im Querschnittbereich in der orthopädischen Rehabilitation und der orthopädischen Akutklinik Einzug gehalten. Mittlerweile ist das digitale System im gesamten Haus etabliert. Pflegekräfte können sich per Mausklick über aktuelle Anordnungen, Medikamente und vieles mehr informieren. Ärzten steht ein kompletter Medikamentenkatalog mit Dosierungsempfehlungen zur Verfügung. Lamparska erkennt trotz allem schlummerndes Potential im digitalen Fortschritt. „Wir leben in einem dynamischen System, das sich mit den Anforderungen weiterentwickelt – und dieses System lebt davon, dass sich jeder Einzelne miteinbringt.“
Advanova ist dabei auch ein hervorragendes Werkzeug, um die Qualität der Pflege mit wenig Aufwand zu dokumentieren und gleichzeitig komfortabel sichtbar zu machen. „Aus dem System lassen sich zum Beispiel Kennzahlen gewinnen, etwa wie viele Stürze oder Druckgeschwüre es gibt“, erklärt Silvana Lamparska. Die Daten lassen sich mit der digitalen Patientenakte laufend kontrollieren. „Wir sehen dann, ob unsere Maßnahmen etwa zur Sturzvorsorge erfolgreich sind.“
Auch für die Arzneimittelsicherheit ist die Patientenakte von Vorteil: Unleserliche Eintragungen entfallen, Übertragungsfehler werden vermieden. Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten zeigt das System direkt an. In erster Linie schafft Advanova durch weniger Schreibarbeit und Papierflut vor allem eines: Mehr Zeit für den Patienten und dadurch auch ein klares Mehr für das individuelle Patientenwohl.

DAS RKU


- Hochleistungsmedizin und Spitzenrehabilitation unter einem Dach

- Kliniken der Maximalversorgung

- Rehabilitation im Klinikhotel RECOVER

Patientensicherheit im Fokus

Nach den aktuellen Vorgaben der Politik plant auch das RKU eine schrittweise und verantwortungsvolle Wiederaufnahme der Regelversorgung. Alle Patienten werden bei Aufnahme auf Covid-19 getestet, im Haus gelten höchste Sicherheitsmaßnahmen, eine Maskenpflicht und strenge Hygieneregeln. Seit dem 18. Mai 2020 bestehen laut baden-württembergischer Landesregierung Lockerungen für Krankenhausbesuche. Alle Regelungen auf www.rku.de